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LarpWiki: Bericht Herbstmanöver In Averbergen

Bericht Herbstmanöver In Averbergen

Hier ist ein Bericht der Streunerin Marie, vielleicht mag einer von euch mich ja noch verbessern oder etwas ergänzen, ich war ja nicht die ganze Zeit anwesend.

So zog ich mal wieder durch die Landen Larhgos, als mir zu Ohren kam von einem großen Manöver in der Grafschaft Averbergen, nur einen halben Tagesmarsch von meiner ursprünglichen Strecke entfernt. Da ich hoffte, dort vielleicht einige Waffenübungen beobachten und davon profitieren zu können, außerdem vielleicht abends gut zu feiern, beschloss ich diesen einen Besuch abzustatten.

Auf meinem Weg dorthin traf ich auf einen einsamen Söldner, der so durch die Landen strich. Ich erkundigte mich nach seinem Namen: Karl und irgendetwas hornwällisches dahinter. Erzählte mir, er sei gerade auf dem Weg nach Hause, nach Hornwall, nachdem er einige Jahre in Caotien im Kerker gesessen hatte. Ich fragte ihn, ob er mich begleiten wolle, einen Söldner dabei zu haben, der einen zur Not schützen könne, kann nie schaden, wenn dieser denn halbwegs vertrauenswürdig ist, außerdem hatte ich wenig Lust, allein weiter meines Weges zu gehen.

So durchquerten wir die Palisaden Averbergens und stellten ein Zelt auf. Am Lagerfeuer wurde schon eifrig gesungen und Graf Hernando von Averbergen teilte die Anwesenden bereits in Einzelgruppen mit Führern ein, die am nächsten Tage üben würden. Karl ließ sich zum Führer der freien machen, ich lästerte ein wenig über die wenigen Mannen, die zu den Manöverübungen anwesend waren. Tatsache ist nämlich, dass diese sich trafen, um den Gerlandfeldzug im kommenden Jahr zu planen und dafür zu üben. Doch mit 37 Männern und Frauen besiegt man keinen Dämon, oder?

Aufgrund von Karls Stellung als Einheitenführer der Freien kam es, dass auch ich in die Besprechung und Planung des Gerlandfeldzuges hineinrutschte. Anwesend waren in Graf Hernandos Zelt: Der Kanzler Ihrer Majestät Königin Miraii, Reichsritter Langhoras, Graf Hernando, der Averbergener Knappe Derfell Drachenfuß als Einheitenführer der Averbergener, der Bogenschütze Elder aus Gerland, der Graf von Frosthier mit einer Leibwache, Karl und ich. Zunächst mussten wir alle auf die Götter Larhgos schwören nichts zu verraten, was ich nicht konnte, da ich nicht an die guten Götter Larhgos glaube. So wäre ich beinahe des Raumes verwiesen worden, wenn ich nicht bei allen guten Mächten geschworen hätte, die ich kannte. Ich war doch zu neugierig auf die Besprechung...

Sie dauerte auch beinahe eine Stund und immer mehr wurde mir die Gefahr bewusst, die auf die Kämpfer zu kommen würde. Nebst Truppen würde ich als Dämon ja versuchen, mit Tücke , Krankheiten, Misstrauen, Zauber und Verrat die Eindringlinge aus meinem Land zu vertreiben. Die larhgotischen Adeligen sollten sich darüber im klaren sein. Einmal mehr merkte ich, dass mein Weg einfach nicht nach Gerland führte.

Des Abends war dann noch Gesang im Wald zu hören, der angeblich von einer Hexe kam. Kurzzeitig hieß es dann der (jetzt) Reichsritter Elrin sei verschwunden, er tauchte aber schon bald wieder auf. Den Rest des Abends saßen wir am Feuer und sangen. Wie schön es doch war einfach einmal richtig unbeschwert zu feiern.

Den nächsten Tag verbrachte ich im Zelt. Ich war zu müde, um an die Waffen zu gehen, zu faul mich mit den Larhgoten zu beschäftigen und genoss es einfach einmal herumzu liegen und nichts zu tun. Erst als des Abends die Feierei wieder losging und ich einen kleinen Spaziergang gemacht hatte, kroch ich wieder aus dem Zelt, um zum Lagerfeuer zu gehen. Dort erfuhr ich, dass den ganzen Abend Waffenübungen stattgefunden hatten und dass ihre Majestät, Königin Miraai da gewesen sei, aber noch niemanden außer ihrem engeren Kreis an Vertrauten empfangen hätte und auch bald darauf wieder gegangen sei. Ich fand es schade, hätte ich doch zu gerne einmal die Königin der Larhgoten beobachtet, aber so etwas scheint unserer Eins einfach nicht erwarten zu dürfen.

Wie dem auch sei, sprach ich eine Weile mit dem Botschafter der Königin, Halgor und erfuhr dabei am Rande, dass später noch einige aufbrechen würden, um die Hexe im Wald zu suchen. Sie hätten fünf Schriftrollen schon vor Jahren gefunden und diese seien zu übersetzen. Es ging darum irgendeinen "Schwarzen" zu vernichten, der wohl in Averbergen sein Unheil treiben würde. Es klang aufregend, es klang spannend und nach dem eher geruhsamen Tag zog mich die Möglichkeit eine echte Hexe zu sehen an, wie das Licht die Motte.

So beschloss ich einfach mal mit in die Sümpfe zu gehen, Karl begleitete mich wieder. Tatsächlich schafften wir es sehr schnell zu der Hexe zu gelangen. Sie war sehr hübsch, trug züchtig einen weißen Schleier und sprach mit einer sanften Stimme. Trotzdem war sie ein Geschöpf der Dunkelheit, warum sonst hätte man sie nur des Nachts treffen dürfen. Sie sprach davon, dass wir eine Blume im Sumpf finden sollten, die uns helfen würde, den Bösen zu vernichten und führte uns an die Stelle. Tatsächlich war dort ein Licht inmitten des sumpfigen Sees. "Kommt näher mit uns", baten wir die Hexe, doch sie wehrte geheimnisvoll ab. Einer der Häscher des Schwarzen wäre in der Nähe, warnte sie uns. So gab ich acht und sah mich um. Einer der Averbergener zog seine Tunika höher, zog seine Schuhe aus und stiefelte ins Wasser, als plötzlich ein Angriff kam. Mit einem Schrei stürzte sich ein reptilienartiges Monster vom Ufer aus ins Wasser auf den Gardisten zu, dieser rannte schreiend hinaus.

Nun begann Meldron, der Magier der Averbergener laut zu murmeln, wirkte einen Zauber, den ich nicht erkennen konnte, da ich mich seit dem Angriff hinter einem Baum verdeckt hielt. Auf jeden Fall aber trieb dieser Zauber das Wesen aus dem Wasser, wo es dann mit einem Dolch an der Kehle empfangen wurde. In der Zwischenzeit holte Aaron, Priester des Lorhgum die Blume mitsamt Wurzel aus dem Wasser.

Wir gaben sie der Hexe und diese empfing sie dankend. Sie meinte, sie würde ungefähr ein Jahr brauchen die Schriftrollen zu übersetzen und wir würden schon zu ihr kommen, wenn die Zeit reif wäre. Meldron gab ihr noch etwas in die Hand, einen Ring und fragte sie, was sie daran merken würde, aber sie sagte nichts besonderes dazu. Ich glaube aber, irgendetwas besonderes war dabei.

So begaben wir uns langsam wieder zurück zum Lagerfeuer, wo später noch viel über Politik diskutiert wurde. Anscheinend ist Hornwall nun doch wieder larhgotische Grafschaft, die Königin scheint sich geirrt, ich meine es scheint da sehr viele Missverständnisse und falsche Gerüchte gegeben zu haben. Ich feierte in der Nacht noch lange und legte mich dann irgendwann schlafen. Der Besuch in Averbergen war aufregend genug um Spaß zu haben und ruhig genug, um mich endlich einmal wieder in Ruhe zu entspannen ohne Angst haben zu müssen in den Wirren der Länder. Schade nur, dass ich die Kampfesübungen nicht so mitbekommen habe, ich hätte viel davon lernen können, so wurde mir gesagt.


Bericht von Melanie S.


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