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LarpWiki: BerichtErntefest2003

Bericht Erntefest 2003

Datum: 2.-5.10. 2003
Veranstalter: Yorkfeuer SL
Homepage: http://yorkfeuer.de
Ort: Burg Lohra
Unterbringung: Haus & Zelte
Teilverpflegung & Festmahl
Teilnehmer: ca. 70-75
Preis: Einheitspreis 55 EUR
Sterblichkeit: 12%

Anmerkung zum Spiel

Das Erntefest war ein Spiel, dass auf der Ballade vom Dunklen Land beruhte (http://yorkfeuer.de/reichenstein/dunkles_land.html). Die Ereignisse des Spiels sind zeitlich lange nach dem Lied angesiedelt - und larptauglich erweitert worden...

Das Spiel war der Versuch, für unsere Spielerscharr mal etwas anderes, etwas bunteres zu machen. Wir wollten ermutigen auch mal andere Charaktere auszuprobieren, da das KönigreichLarhgo ansonsten thematisch recht eingeengt ist.

Einleitung

Eingeladen hat Wilderich Graf von Reichenstein zum Erntefest auf seine frisch geerbte Grafschaft. Er wird Leute an, um seine Grafschaft aufzubauen. Burg Lohra bot eine schöne Kulisse hierfür - immerhin ist die Burg noch in einem schlechten baulichen Zustand...

http://www.larhgo.de/bilder/reichenstein_2003/th/tn.pa050107.jpg

Thore aka Verwalter Heribert Zehntler:

Ich fange jetzt einfach mal an wirres Zeug nieder zuschreiben. Wenn jemand nicht durchsteigt, dann liegt es an dem fehlenden "Gerüst", aber vielleicht schreibt ja jemand etwas über den eigentlichen Plot...

Johannes aka Archibald MacPaine: vielleicht kann ich etwas mehr Licht in die Sache bringen...

Tristan aka. Leonhardt (Ordensritter): ich werde mich hier auch einmal beteiligen und einige Dinge ergänzen.

Donnerstag

Thore aka Verwalter Heribert Zehntler

Nach ewiger Fahrt durch den "Wilden Osten" war ich plötzlich im Spiel und sollte Leute anheuern & beschäftigen, Audienzen arrangieren & abschmettern, den Plot nicht aus den Augen verlieren... Nun ja, es ging gleich klasse los da weder Graf noch Söldnerhauptmann zum eigentlichen Spielbeginn da waren. Besonders Letzteres war etwas unangenehm, da ich dann auch noch die Söldner an den Hacken hatte. Aber egal, erstmal Geld unter die Leute bringen, denn "Der Graf hat, der Graf gibt..." Trotzdem lief das Anheuern am ersten Abend eher schleppend. Statt dessen konnte man schonmal Kontakt zu Spielern aufnehmen. Da war z.B. der Gelehrte Hora, der uns Magie verbieten wollte und später zum besten Kandidaten für den Hofmagierposten aufstieg. Thalion aus Hammerburg der a) eine Audienz beim Grafen haben wollte und b) auch noch eine feste Unterkunft erwartet hat. Immerhin hat er seinem Anliegen mit kräftig Silber Nachdruck verliehen, sodass Punkt a) dann auch irgendwann erledigt wurde. Eine weitere Gruppe (kann auch erst am Samstag vorgesprochen haben), wollte unbedingt mit dem Grafen sprechen um Nachforschungen über Teschup anzustellen. "Das ist leider im Moment nicht möglich, der Graf ist zur Zeit sehr beschäftigt. Ich werde mich sobald wie möglich darum kümmern und mein Möglichstes tun." Die haben nie ihre Audienz erhalten.

Ich glaube sonst ist auch nicht besonders viel geschehen.

Johannes aka Archibald MacPaine

Nach langer Reise durch die Nacht angekommen, Zelte aufgestellt, ab in die Taverne. Dort den Graf treffen - hier schien er ein ganz netter Kerl zu sein -, mit Söldnern trinken und das seltsame Volk, das überall herumstolziert bekucken. Danach ins Zelt, ein wenig mit dem Clan labern, und schluss war mit Donnerstag...

Tristan aka Leonhardt

Wie mir scheint, war unsere Orga da etwas besser, wir sind noch bei Licht angekommen. Dafür hatten wir aber keine vernünftigen Heringe und müßten uns mit Steinen behelfen (hat aber alles gehalten, uff, endlich mal ein Con ohne wegfliegendes Zelt...)

Intime haben wir fleißig die ersten Kontakte geknüpft ("Klar können wir Euch unseren Hammer leihen, sobald die, die und die da fertig sind. :) ).

Freitag

Thore aka Verwalter Heribert Zehntler

Jetzt lief das mit dem Anheuern schon besser an. Die erfolgreichste Sache war sicherlich das in den Dienst stellen von Ron, der Leute anschleppen sollte. Hat auch ganz gut geklappt, nur waren die Söldner teilweise recht unzuverlässig, aber dazu später (da kann Klaus dann vielleicht auch etwas mehr zu schreiben). Nebenbei sollte ein Lehensvertrag mit einem Orden des Lichts ausgehandelt & unterzeichnet werden, da ist aber nie was draus geworden, da dem Orden das Verhalten des Grafen vermutlich etwas suspekt wurde. Dafür konnte man sich wieder mit Spielern unterhalten & in Zusammenhang mit einer geheimen Audienz wurde dann auch schnell klar, dass sich unter den Gästen auch Spione aus einem potentiell feindlichem Königreich befanden. Nun ja, so kam eins zum anderen und plötzlich durften Larhgoten keine Waffen mehr tragen, Daasdorfer wurden eingekerkert und gefoltert. Dies führte dann beinehe zu einer Revolte, u.a. weil einige Söldner meinten ihren humanistischem Gerechtigkeitssinn entdecken zu müssen. Unter diesen Umständen sollte der Verwalter dann auch noch ein Turnier organisieren, was hinter den Kulissen vollkommen im Chaos endete, aber letztendlich doch noch halbwegs geordnet über die Bühne ging (ich hasse die 3-Treffer-Regel!!!). nach dem Turnier sollten unsere Söldner vereidigt werden, aber dass war einigen dann auch zu heftig und es desertierten noch mehr Spieler. Nun ja, für die Verbliebenen gab es dann doppelten Sold.

Endlich fand dann das große Festmahl statt. Hat wirklich gut geschmeckt, ein Lob an die Küchencrew. Heribert hatte das Glück mit an der Tafel des Grafen zu sitzen. Diese Tafel bot ein Bild auf eine illustre Runde, bestehend aus einem Schwarzmagier & seinem buckligen Gehilfen, einer Dunnkelelfe, einem Orksöldner, den Gewinnern der Turnierdisziplinen sowie der "Führungstroika" (Graf, Leibdiener, Verwalter). Bei diesem Mahl habe ich übrigens festgestellt, dass man keinen Wein trinken sollte, wenn man nur gefrühstückt hat. Das Festmahl hatte aber auch plottechnisch einiges zu bieten. So wurde die Aufmerksamkeit der Spieler auf ein Portrait & eine Streunerin, sowie eine verrückte Seherin, gelenkt. Ach ja, ein Barde durfte natürlich auch nicht fehlen, allerdings hat er seine Lieder teilweise etwas unglücklich ausgewählt, sodass er am nächsten Morgen am Baum aufgeknüpft gefunden wurde. Ich glaube die Schuldfrage ist bis heute nicht geklärt...

Naja, der Hauptverdächtige (Sul) kann wohl nicht mehr befragt werden - also ist diese Frage ebenso offen, wie die, was denn den Rattenfänger dazu getrieben haben mag, sein Rattengift zu schlucken...(Birthe)

Johannes aka Archibald MacPaine

Ein ereignisreicher Tag. Der Clan machte einige Erkundungsgänge in den Wald. Danach gab es eine geheime Clansversammlung, in der ich zum neuen Laird des Clanes ausgerufen wurde. Meine erste Amtshandlung - den Clan als Wachen verdingen. Nunja, erstmal hier und da Wache gestanden, zusammen mit dem Rest des Clans.

Zwischendurch besetzten wir die Teestube und den Barden, der uns die Ballade vom Dunklen Land vorzuspielete. Wir meinten schon unseren alten bekannten vom Clan MacPlot an der Tür klopfen zu hören. Als wir dann mal wieder Wache standen (eingige von uns 3 Stunden am Stück..) wurde ein bekannter aus Daasdorf eingekerkert - und wir freiheitsliebenden MacPaine sollten ihn auch noch bewachen. Wir ließen die Heiler des Ordens zwischendurch ins Verließ, den Gefangenen zu heilen. Als daraufhin auch noch bekannt wurde, das wir irgendwie vereidigt werden sollten, noch mehr leute mit unbedeutenden Begründungen in den Kerker geworfen wurden, und wir weiterhin Wache stehen sollten, war das Maß voll, und der Clan drängte mich, die Dienste des Grafens wieder zu verlassen. Natürlich wurden wir als Verräter dargestellt, aber da sich mehr und mehr Söldner vom Graf abwandten, schien die Gefahr nicht alzugroß...

Vor dem Festmahl gabs dann noch reichlich intime-outtime-Stress - als Verräter durften wir ja eigentlich nicht in die Burg, wir sollten aber alle was zu futtern bekommen und ich hatte schon zugesagt, den mundschenk zu machen - aber zumindest aus meiner sicht wurde das alles zu genüge nach dem essen in unserem zelt erörtert. Da man jedoch nun wohl gegen die MacPaine vorgehen wollte, konnten wir uns entscheiden ob wir abreisen wollten oder weiter machen... ca die hälfte des Clans reise ab, aber wir wollten nachts noch ein wenig die Gefangenen mitnehmen...

Nachdem wir die hinter Hälfte der Burg untersucht und teilweise erklommen hatten, wurde uns klar, das es nur ein weg in die Burg gab - das Tor. 3 MacPaine und zwei Diebe überfielen also nachts die Torwache, stürmten in die Burg und verteilten sich. Wir MacPaine brachen den Kerker auf, nur um festzustellen, das die Gefangenen bei ihrer Ehre doch nicht entfliehen konnten und ihre Unschuld beweisen wollten (...und outtime schon in ihren Zelten schliefen). Kurze Zeit später dann wurden wir auch von den Wachen entdeckt und eingekesselt. In einer kurzen Schlacht wurden meine beiden Clansmitglieder sowie der Hauptmann der Wache getötet. Ich wurde jedoch von einem der Diebe, der sich als Heiler ausgab, gerettet und in den Tempel des Ordens gebracht und geheilt...

Zu den Eingekerkerten: Die Aktion lief gegen drei Uhr morgens, ich hatte die Spieler kurz vorher ins Bett geschickt, weil wir als SL dann doch keinem die Nacht im kalten, dunklen, zugigen, ekeligen, ... Verlies zumuten wollten. Unglücklicherweise knapp eine halbe Stunde vor Eurer Aktion. Den Spielern haben wir dann am morgen die freie Entscheidung über den Verbleib ihrer Charaktere gelassen. Bei solchen Dingen kann es nur von Vorteil sein, der SL vorher kurz Bescheid zu sagen... ;-) --TilmannHolst, 8.1.2003

Tristan aka Leonhardt

Der Tag und die Nacht waren in der Tat sehr ereignisreich. Da sich bei uns viele trafen und berieten hatten wir schnellen Zugang zu den allermeisten Informationen. Leider wurde es für den einfachen Ordensritter auch sehr schnell sehr unübersichtlich.

Hervorstechend für mich war zunächst an diesem Tag die Audienz beim Grafen. Er konnte unserer Hohepriesterin nicht in die Augen schauen und sah nach jeder Aussage seinen Berater an, als würde er fragen, ob seine Aussagen richtig waren. Das führte bei uns im Lager zu einer hitzigen Diskussion über die wahren Machtverhältnisse, wurde aber erst einmal ad acta gelegt. (Wenn wir gewußt hätten, was da noch rauskommen sollte...)

Dann wurden die Larhgoten eingekerkert und das schien unserer Goblin-Priesterin nicht gut zu gefallen - was wiederrum zu einigen diplomatischen Verwicklungen mit dem Grafen führte...

Dann begann das Turney, bei dem mit sportlicher Härte, gerade beim Schwertkampf, nicht gespart wurde. Der Messerkampf war durchaus kurzweilig, der Speerwurf ziemlich spannend.

Erfreulicherweise wurde dann zum Festmahl gerufen und es war wahrlich ein Festmahl zahlreicher Gaumenfreuden. Die Pastete war durchaus lecker, gerade mit der Soße. Das Kassler war zart und das Sauerkraut sauer. Dann machte ich mich auf den Weg die Wache mit Nahrung zu versorgen und verpasste dadurch den im Orden hochgelobten Kuchen.

Nach dem Festmahl blieb der Abend zunächst ruhig, bis wir uns entschlossen, die letzte an den Grafen für das Festmahl ausgeliehene Bank zurückzuholen und promt in den Angriff der McPains gerieten. Dieser wurde schnell niedergeschlagen und unsere Hochepriesterin aus dem Schlafe gerissen, als die Verwundeten in unser Lazarett gebracht wurden.

Samstag

Thore aka Verwalter Heribert Zehntler

Am Samstag musste erstmal der Graf seine Güte beweisen, indem er den Spionen ein Verhör mit Wahrheitszauber zugestand. Leider waren sie unschuldig und mussten freigelassen werden. Aber ein Elfenohr hat der Folterknecht doch behalten dürfen...

Dann kam (so hab ich dass mitbekommen) der Plot richtig ins Rollen und die Lage spitzte sich doch etwas zu. Alle "Zivilisten" wurden aus dem inneren Teil der Burganlage rausgeworfen, es kam zu Angriffen auf die Burg, eine Ausgangssperre wurde verhängt, etc. Irgendwie bin ich dann zu einem Laufburschen zwischen dem Grafen und dem Lager des Ordens des Lichts geworden, hauptsächlich um private Briefe aus dem Grafenumfeld vom Orden zu holen und dem Grafen zu überbringen. Hat auch ganz gut geklappt, bis auf die Tatsache, dass ich irgendwann niedergeschlagen wurde und somit erkennen musste, dass irgendjemand im Grafenumfeld etwas vertuschen wollte. Da ich also Keinem auf der Burg mehr Vertrauen konnte, musste ich alles auf eine Karte setzen und mich mit dem Orden verbünden. Das ging auch beinahe in die Hose, als der Bösewicht im Grafenumfeld die gräflichen Söldner zu einer Befreiungsaktion aussandte um den "entführten" Verwalter zu befreien. Wenn man dann plötzlich so zwischen 12 Bewaffneten steht, die jede Sekunde auf einander losgehen können, ja dann kommt das Gehirn doch mal so richtig in Fahrt. Zumal ich ja nicht wusste, ob die Söldner den Befehl hatten, mich in der nächsten dunklen Ecke umzuhauen. Nun ja, irgendwann war der Graf tot, die Story mehr oder weniger gelöst und der/die Bösewicht(e) flüchtig. Und ich war im gräflichen Gemach mit keifenden Weibern (Streunerinnen, Dunkelelfen und so'n Pack...), aber irgendwie konnten auch da die Wogen geglättet werden. So um 5.00 konnte ich dann auch endlich pennen gehen.

Johannes aka Archibald MacPaine

Am Samstag bin ich fast den ganzen Tag im Tempel des Ordens versteckt gewesen - und hier trat er auf, der MacPlot. Hier wurde ein großteil aller verfügbarer Informationen zusammengetragen - der Graf war schon über 300 Jahre alt, hatte seine Seele dem Teufel verschrieben, um seine Tochter zu finde und unsterblich zu werden, der hatte ihm jedoch zum Dank sein Gedächtnis gelöscht. Wie in dem Lied war nämlich die Frau des Grafens gestorben (vor 300 Jahren), und er war nun sehr eigen mit seiner Tochter Isabell. diese hatte jedoch einen Liebhaber, den Stefan, der wurde erwischt und ist im Kerker gestorben, und Isabell, die schwanger wurde, ist irgendwann von der Burgmauer gefallen. Da er all dies vergessen hatte, dachte der Graf sie sei entführt worden, und hatte Kriege angefangen, sie zurückzuerobern. die Bürger waren das kriegen bald leid und wanderten ab. und als der unsterbliche graf saß allein in seiner burg. wieder sein Gedächtnis weg, und er denkt er hat die Burg geerbt und lädt mal ein paar Leute ein.

Die Geister von Isabell und Stefan spuckten durch die Burg und erzählten, die Streunerin Lyza sei ein entfernter Nachkomme ihres Kindes.

All diese Informationen kamen aus den verschiedensten Quellen in den Tempel, obwohl das meist durch Grunf, die Goblin-priesterin des Ordens in Erfahrung gebracht wurde.

Als der Orden Zul, den Gräfischen Schwarzmagier verhören wollte, speerte dieser kurzerhand die ordenskrieger aus und zauberte einen Säurezauber auf die Hohepriesterin und den Ordensmeister im Tempel, und sieheda, es empfiehlt sich immer ein wenig Schotte im Tempel zu haben... Seine befragung brachte allerdings nichts, da ihm für den Wahrheitszauber Weihwasser eingeflößt wurde, und er das ziemlich ätzend fand.

Später am Tag schien sich niemand mehr dafür zu interessieren, ob sich noch MacPaine im Lager befinden, und ich konnte micht wieder frei bewegen. die Gefangenen waren befreit, da Grunf mit einem Wahrheitszauber feststellten, das sie unschuldig waren. Nur einmal, als die Wachen des Grafen das Lager des Ordens durchsuchten, musste ich mich mit der Streunerin Lyza kurz im Wald verstecken.

In der Nacht dann habe ich und einer der Diebe noch ein wenig Terror vorm Tor gemacht - wie nicht anders zu erwarten ohne irgendein ergebnis (ausser das sich 6 Wachen hinterm Tor verschanzten.) Grunf konfrontierte den Grafen mit der Wahrheit und der Streunerin, und er viel sofort mausetot um...

Tristan aka Leonhardt

Der Samstag begann recht ruhig, der Regen verhinderte das Morgengebet und so kam erst langsam Leben in das Lager. Nach einem ausgedehnten und unterhaltsamen Frühstück mit allerlei Lagerbewohnern begann jeder seinem Tagwerk nachzugehen. Schnell wurde der erhängte Barde vor der Taverne gefunden und im Lager aufgebahrt. Wie es schien standen so einige Beerdigungen an diesem Tage an.

Als Hauptverdächtiger für den Mord am Barden wurde der Schwarzmagier Suul ausgemacht und auf geheiß des Grafen sollte er durch den Orden und einige tapfere Recken verhört werden. Kaum im Lazarett angekommen attakierte der Finstermagier die Hohepriesterin und den Paladin mit einem Säurezauber und wurde von dem heldenhaften McPain niedergeschlagen. (Die Ordensritter hatten sich aussperren lassen, peinlich, peinlich...) Suul wurde in die geweihten Räumlichkeiten verbracht und prompt begann sich sein Zustand zu verschlechtern. Bevor er verhört werden konnte, verstarb er ob seiner finsteren Seele. Mögen die Götter ihrer gnädig sein.

Auch wurde bald offenbar, daß Suul nicht der alleinige Übeltäter sein konnte und der Verwalter des Grafen kam schnell in Verdacht. Die ehemaligen Gefangenen brachten Nachricht über ein Pergament, welches sie im Kerker gefunden hatten. Dieses schien ein Pakt zwischen dem Grafen und dem Teufel zu sein.

Der Orden besprach die weitere Vorgehensweise, kam aber zu keinem Ergebniss. Als man mit dem Grafen sprechen wollte erfuhren wir, daß die Burg abgeriegelt sei.

Dann sollten auf einmal die larhgotischen Waldläufer die Grafschaft verlassen und baten den Orden um Asyl. Man entschied zunächst die Asche der Tochter des Grafen zu beerdigen und dann verließen die Waldläufer doch das Lager.

Als der Orden sich bereit machen wollte die anderen Recken bei ihrem Vorhaben, den Grafen mit seiner Nachfahrin und einem Amulett seiner Tochter zu konfrontieren, bemerkten wir, daß unser Paladin und unsere Hohepriesterin auf einmal ein sehr merkwürdiges Verhalten an den Tag legten.

Wir stellten die (spätere) Gräfin unter den Schutz einiger der Recken und versuchten der Lage Herr zu werden.

Erst nach langen Gebeten wurde uns offenbart, daß wir einer göttlichen Prüfung unterworfen wurden, da wir einige Ordensregeln etwas zu freizügig interpretiert hatten im Zuge unserer Untersuchungen bezüglich des Grafen.

Durch unsere Erkenntnis wurden unsere Oberen vom heiligen Paar wieder als würdig anerkannt und der Orden konsolidierte sich. (Was sich hier einfacher anhört als es war.)

Daraufhin und neuen Mutes ob der bestandenen Prüfung machten wir uns auf, um den Grafen zu sprechen. Wir wollten ihm mitteilen, daß wir unter den aktuellen Umständen kein Lehn in seiner Grafschaft anstreben würden. Irgendwie mißinterpretierten die Torwachen unser gutsichbares und friedliches Auftreten als einen Angriff auf das Tor und wir wurden abgewiesen. Nach und nach machten sich bei den Allermeisten die Strapazen des Tages bemerkbar und sie verschwanden in die Zelte. Nur einige wenige Hartgesottene blieben zurück und verbrachten eine lange Zeit damit den Leuten zu erklären, daß wir die Burg nicht angegriffen hätten.

Durch einen glücklichen Zufall erfuhren wir, daß Grunf einen Weg in die Burg hinein gefunden hatte und nun den Grafen mit seiner Nachfahrin in Kontakt bringen wollte.

Es verging noch einige Zeit, in der wir den Verwalter von der Unaufrichtigkeit Baltasars überzeugen konnten und ihn unter unseren Schutz stellten, als er Niedergeschlagen wurde, bis uns die Kunde erreichte, daß der Graf gestorben sei, als er seine Nachfahrin erkannte und der Pakt mit dem Teufel dadurch gebrochen wurde.

Bedauerlicherweise gelang Baltasar die Flucht, aber die verbliebenen Ordensstreiter erhielten endlich Zugang zur Burg und beteiligten sich aktiv an der Situationsbewältigung. Es gab zwar noch einige kleinere Mißverständnisse mit einigen Uniformierten, aber schlußendlich schafften wir es bis zur jungen Gräfin und sie nahm unser Hilfeangebot herzlich an.

In der Taverne wurde noch etwas gesungen und gelacht und dann kamen auch wir endlich zu Bette.

Sonntag

Thore aka Verwalter Heribert Zehntler

8:15 Uhr aufstehen, SL-/NSC-Frühstück, total übernächtigt. Als erstes mussten wir noch in die Gemächer des Bösewichtes eindringen, um die Reste der Story aufzudecken. Dannach musste dann die Nachfolge des Grafen geklärt werden. Mein Gedanke war zunächst: Klasse, keine Nachfahren, da muss erstmal nachgeforscht werden, bis dahin bin ich Alleinherrscher. Leider wurde schon am Samstag Abend klar, dass die Streunerin versuchen würde haltlose Ansprüche gelten zu machen. Nur weil sie dem Portrait der gräflichen Tochter ähnlich sah. Unglaublich! Hochstaplerin! Leider konnte dieses intrigante kleine Biest den Orden bezirzen, sodass sie recht heftig bewaffnete Führsprecher hatte. Nun ja, die Einigung war dann wie folgt: Heribert ist immer noch Verwalter und sie wird nicht zur Gräfin ernannt bevor eindeutige, schriftliche Beweise vorliegen. Bis zur Klärung der Nachfolge wird sie von einem Vormund aus dem Orden ausgebildet, aber den wird Heribert auch noch los...

Johannes aka Archibald MacPaine

Der Sonntag begann spät. Es wurde berichtet, das der Graf nun tot sei und das Balthasar, der Leibdiener des Grafens, an allem Schuld war. In der Burg wurde dann in Balthasars Quartier ein großer magischer Kreis gefunden, der irgendein Portal war, und dessen Kerzen sich selbstständig entzündeten. Ich glaube, Grunf hat die Kerzen einfach ausgepustet und gut wars. Ausserdem gab es da noch den Vertrag des Grafens mit dem Fürst der Finsternis. Von der Streunerin erfuhr ich, das alle Kopfgeldforderungen nicht mehr gültig sind, was doch wohl sehr beruhigend war. Dann gab es eine Ansprache, in der der Verwalter betonen wollte, das alles so bleibt wie bisher, und der Orden die Streunerin als Gräfin haben wollte. Was aber nicht sehr positiv vom Publikum aufgefasst wurde.. naja, die Streunerin hat jetzt einen Vormund vom Orden, man will noch weitere Beweise für ihre Herrschaft fälsch .. ähh finden, und ich kann ja mal wieder fragen, ob die benachbarten Länder nicht kühe haben die eigentlich der Grafschaft gehören...

Tristan aka Leonhardt

Am nächsten Tage verbreitete sich die Kunde, ob der Ereignisse der letzten Nacht schnell im Lager. Einige befähigte Personen verschafften sich auch endlich Zugang zu Baltasars Kammer, wo man ein Pentagramm fand, welches wohl in eine niedere Spähre Kontakt aufnehmen konnte. (Fragt mich nicht, ich bin kein Magier)

Die Priesterin unseres Ordens vernichtete den magischen Kreis und es wurde bekannt gegeben, daß der Verwalter zu den Ereignissen Stellung nehmen wollte.

Dies tat er dann auch. In einem Anflug von Machtbessenheit versuchte er zunächst die Macht an sich zu reißen, besann sich dann aber doch eines Besseren und erkannte die Nachfahrin des Grafen, Bestätigt durch die Götter und den Grafen selbst, als diejenige an, die sie ist: Lyssa, Gräfin von Reichenstein.

Mit der Hilfe der tapferen Helden die sich dort eingefunden hatten, wird die Grafschaft sicherlich zu vergangener Größe zurückfinden und den guten Wesen der Welt eine sichere Heimat sein.

Aiodann aka Birthe: *Räusper* ...also, das mit der Verwandschaft muss noch geprüft werden - genau das hat Heribert kundgetan. Weder irgendwelche Götter noch der Graf haben da was bestätigt. Im Gegenteil, die kleine Schlampe hat versucht, sich als Tochter auszugeben, aber Graf Wilderich ist nicht drauf reingefallen. Er starb, weil er vom Selbstmord seines Kindes hörte, nicht wegen irgendeiner Hochstaplerin. Und im Gegensatz zu unserem Herrn Tempelmenschen weiß ich wovon ich rede, ich war schließlich Zeugin! ;-)

Lagu aka Jochen: Jaja, Zeugin also.. aber eine sehr fragwürdige. Wenn ich mich recht entsinne sassen wir gerade halb in ein Gespräch vertieft auf der Fensterbank, als der Graf sich entschied zu sterben... Andererseits könnte man aber auch sagen, dass man von der Fensterbank aus den besten Blick über den Raum hatte. Vielleicht sollten wir uns merken was genau wir gesehen und gehoert haben, Aiodann!

Asgrim aka Björn K.: Wer hört denn schon auf das Gerede von Dunkelelfen-Pack? Das dieser kleine Gernegroß von einem Verwalter, der auch noch vom Grafen eingestellt wurde, nur ungern seine Macht wieder hergeben wollte, war ja wohl recht offensichtlich. Hätten wir ihn bloß vom Balkon geworfen - Seufz - wäre sicherlich nicht aufgefallen, hat ja schon Tradition, so'n kleiner Selbstmord in Reichenstein! ;-)=

Göran aka Jorgen: Der Graf blickte auf die kleine Frau und sagte "Meine Tochter!", um darauf von seinem Stuhle zu fallen. Ich saß direkt daneben und nicht in ein Gespräch vertieft am anderen Ende des Raumes. Die liebe Grunf wird dies wohl auch bestätigen können. Ebenso spukten, wie der gute Johannes hier bereits verkündete, Isabell und Stefan durch die Burg und erzählten jenen die hören wollten, dass die kleine Frau eine entfernte Nachkomme ihres Kindes sei. Später sprach die verstorbene Frau des Grafen durch die Seherin -- ich vergaß den Namen -- und nannte die kleine Frau ihre Tochter. Ich denke dies alles sollte kaum Zweifel übrig lassen. Achja, Aiodann, du bist in Reichenstein erschienen um deine alten Verträge wieder aufzufrischen. Ich denke du versagst gerade gründlich bei deinen Zielen.

Lagu aka Jochen: Ich frage mich nur wie dieser Verwalter gegen Balthasar bestehen will... Ist irgendeiner der Magier vor Ort geblieben? Sonst können wir Reichenstein in 300 Jahren wieder besuchen und uns mit einem Verwalter treffen, befürchte ich.

Albert aka Gordon: Und seinem buckligen Gehilfen! (Ihr habt nicht im Brunnen nachgeschaut, Täubchen)

Ob das alles ist? Wer es wagt darf gerne auch durch meine Augen auf die Ereignisse schauen: BerichtErntefest2003Ira (Xyntia oder der Geist der Gräfin)

Sir Garthwin, Paladin des Heiligen Paares und Ordensmeister des Ordens vom Licht aka Andreas: Es gibt ja wohl genug Zeugen die bestätigen das der Verwalter Lyza als neue Gräfin akzeptierte. Unter diesen Umständen stellt sich doch eher die Frage, als was man das jetzige Gerede des Verwalters und der Dunkelelfen betrachten sollte: etwa als Aufruf zum Sturz der Gräfin? Verrat? Ich hoffe doch unser verehrter Verwalter hat sich da nur im Wort vergriffen...

Lagu aka Jochen: wie wäre es abzuwarten und dann die grafschaft nochmal aus der Düsternis zu befreien, das wäre doch sicherlich viel ehrenwerter als jetzt nochmal Zwist aufkommen zu lassen. Ansonsten stimme ich sicherlich zu was Rechtmässigkeit von Erben angeht... nur wenn sie sich nicht durchsetzen könnte, wäre sie wenig wert.

"Irgendjemand erzählte von einem Gerücht auf Burg Reichenstein, das der Orden des Lichtes wieder abkommandiert werden solle..."


Die neue Gräfin Lyza von Reichenstein, hat mit dem Orden des Heliios & Luna ,das Nachbarkönigreich Larhgo besucht. Bei einer Audienz mit der Königen Mirrai von Larhgo, hat die rechtmäßige Gräfin von Reichenstein, ihre friedlichen und bündnisorientirten Absichten erklärt. Noch ist es zu keinen vertraglichen Bündis gekommen, doch scheint gegenseitiges Wohlwollen auf beiden Seiten zu herrschen. Der Heliios & Lunae Orden hilft tatkräftig dabei mit, das die Grafschaft von Reichenstein wieder aufgebaut wird. Ebenfalls beschützt er die Gräfin Lyza und lehrt sie durch einen Vormund, alles was sie wissen muß um als Adlige über Reichenstein herrschen zu können.


Nun ist es vollbracht, stellvertretend für die Königen von Larhgo, haben ihre Reichsritter einen Friedensvertrag mit der Gräfin von Reichenstein unterzeichnet. Die junge Gräfin Lyza soll nun wieder nach Reichenstein zurückkehren, um die Dinge in ihrer Grafschaft auf vordermann zu bringen. Mit ihr reist ein prächtiges und inzwischen auch zahlreiches Gefolge von loyalen Männern u. Frauen, die sie auf ihrer Reise gewinnen konnte. Mögen sich ihre Wiedersacher in acht nehmen, wenn sie Burg Lohra erreicht.

Vor kurzem bekam Reichenstein wieder Besuch. Die Baronessen zu Ahrensburg, Schwestern des Barons von Ahrensburg, einer etwas weiter entfernten Baronie statteten der Grafschaft im Sinne der Freundschaft einen Besuch ab und wollen einige Zeit dort verweilen. Die beiden werden mithelfen der Grafschaft zu neuem Glanze zu verhelfen und hoffen derweilen vielleicht einen geeigneten Gemahl zu finden. Ansonsten ist in Reichenstein die erste Ernte gesäht, eine Gesetzesschrift wurde verfasst und die Gräfin verbringt viel Zeit mit ihrer Ausbildung. Ein Gutshof in Reichenstein, in der Nähe der Grenze zu Larhgo wurde zu einer zweiten Residenz erklärt. Bei zwei Versammlungen tauchten zufällig zwei der wenigen lebenden Verwandten Lyzas wieder auf, ihre Kusine Samantha, mit der sie viele Jahre verbrachte und ihr angeheirater Onkel Konstantin.


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