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LarpWiki: DudelsackÜberdosis

Berühmt und Berüchtigt - die DudelsackÜberdosis aka der Sackpfeifenoverkill

Ein Fallbeispiel von einem Großcon

(Anmerkung: Auf kleinen Tavernen und normalen Cons gilt ähnliches, wenn auch in erträglicherem Maße!)

Auf dem Conquest '07 waren Saltatio Mortis sozusagen als "Headliner" anwesend. Drei Tage lang wurden die Tavernen (aufgrund der Platzverhältnisse Eine im Besonderen) von der Gruppe beschallt. Am ersten Abend war das ja noch lustig, da wurde mit allen sonst anwesenden Pfeifern und Trommlern gejamt. Am Zweiten waren weniger Leute da und die ersten Schankmaiden bekamen Kopfschmerzen. Am dritten Abend (und dem letzten für die Band) spielten sie das von der Orga angekündigte Konzert, was wieder mehr Publikum zog. Aber im Anschluss kam der Overkill. Es ist meiner Ansicht nach erstaunlich, dass ich mit Maggus (vielleicht kennt ja jemand hier diesen ausgezeichneten Davul-Spieler) noch die Nacht von Freitag auf Samstag den Leuten einheizen konnte. Am Samstag selbst herrschte dann Dudelsackverbot in allen Tavernen. Soviel zum Ablauf. Fragen wir uns nun was die Ursachen waren.

  • Ursache Nummer 1: Die Säcke waren zu laut! 4 Sackpfeifen der Marke Güntzel mit je 130-160 db + Rauschpfeifen der selben Machart sind zu viel. Man bekommt, wenn man nicht selbst spielt und das gewohnt ist, ganz einfach Kopfschmerzen und klingeln in den Ohren. (Mein 90db-Sack ist da um einiges erträglicher, finde ich.)
    • Lösung: Leisere bis mittellaute Säcke und nicht mehr als zwei in einer Band sind oft besser.
  • Ursache Nummer 2: Saltatio sind gute Dudelsackspieler, keine Frage. Ich bewundere sie sogar. Aber WARUM spielen die 3 Tage lang IMMER die selben 10 Lieder? Ich mag jetz kein Genie sein, auch nicht grade der Erfolgreichste, aber ich habe ein Repertoir von über 40 Stücken. Da kann man wenigstens Abwechslung reinbringen.
    • Lösung: Man muss um's Fingerverknoten sein Repertoir ausreizen. Klassiker gehören in die Setlist eingestreut und für eventuelle Zugaben aufgehoben. In Dauerschleife "Bärentanz", "Traubentritt" und "In Taberna" ist auch für die Musiker auf Dauer wenig fordernd.
  • Ursache Nummer 3: Typisch für alle Dudelsackbands - Man marschiert spielend in die Taverne ein und kümmert sich nicht darum, ob andere Spielleute bereits am Werk sind. Das gibt Frust bei den nicht-trötenden Kollegen, Frust bei den nicht wenigen Gästen, die keine Sackpfeifen mögen und schlussendlich Frust bei allen Anwesenden, weil die Stimmung getötet wird.
    • Lösung: Man Marschiert NICHT einfach ein. ODER man schickt jemand vor, der die Lage auslotet. Vor allem aber man kündigt sich bei der Belegschaft an und bittet darum sich zu melden, wenn es nicht mehr geht. Dann kann man immernoch das Publikum entscheiden lassen, ob es mehr will. Der Tavernenwirt wird sich dann wohl kaum gegen den erhöhten Umsatz wehren wollen.

Dudelzack - 17.08.2007, hier eingestellt am: 24.11.2007