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LarpWiki: LarpFrisuren

Larp Frisuren

Immer nur offene, (mehr oder weniger) wallende Haare ist zu langweilig? Nicht nur die Gewandung, auch eine Frisur kann das Charakterkonzept unterstreichen (und zur Verschiedenheit der eigenen Charaktere beitragen).

Flechten und Hochstecken

Ab einer gewissen Haarlänge (und das gilt auch für Männer) lässt sich mit Kreativität einiges machen:

  • Zöpfe im Bart
  • Schnecken und "Bärenohren" sowie alle Frisuren, die nach "Trachtenverein" aussehen, sind gut.

Links mit Frisur-Anleitungen:

  • Kupferzopf Anleitungen für diverse Flechttechniken und andere Frisuren mit Bildern und Videos.

  • Dreamweaverbraiding (eng.) Seite mit aufwendigen Flecht-Frisuren, von der Magd bis zur Adligen.

  • Dressy Tresses (eng.) Seite mit Frisuren für langes Haar

Wichtig ist, dass dann auch die Hilfsmittel entweder IT-passend (Lederschnüre, farbige Bänder, Holzspangen, Haarnadeln) oder unsichtbar werden bzw. dezent ausfallen (Haarklammern und Haargummis in der eigenen Haarfarbe). Ein pinkfarbenes Haarband mit "Hello Kitty"-Motiv ist vielleicht nicht ganz so passend ...

Tipp: Haarnadeln oder Kämme lassen sich auch als Schaumstoff-Latex-Version anfertigen (sehen täuschend echt aus, wenn sie sich im Haar befinden) und als heimtückische Giftwaffen im Nahkampf einsetzen.

== Bänder und Schmuck ==

Neben einfachen bunten Bändern kann man alles Mögliche in die Haare einflechten

  • Knochen, Feder, Draht, Äste, Fellreste bei Orks oder barbarischen Charakteren
  • Perlenketten, Goldketten, Borten für Adlige. Tipp: Goldkettchen, die gerissen sind, kann man dafür recyclen
  • sehr schön sind dann auch Zierhaarklammern, Broschen, Haarreifen
  • Blumen, Pflanzen (auch in der Plastikversion)- eignen sich besonders gut für Feen, Elfen usw.

Sehr schön und historisch belegt ist auch Hair taping (Annähen der Haare an den Kopf mit Bändern). Es lässt sich auch sehr gut zum Fixieren der Haare unter Hauben und Kopftüchern verwenden. Eine Anleitung dazu findet sich unter: Italian Renaissance Hair Taping (engl.) Seite mit Anleitungen. Italienische Frisuren des späten 13-16. Jhd., wie sie sich z.B. auf Ghirlandaio-Bildern finden.

Stylingprodukte und Färben

  • Haargel oder Haarspray: Die Verwendung von Haargel hängt vom Einsatzzweck ab. Während es im GasLightLarp z.B. für die Darstellung von Brillantine geeignet ist, sieht ein typisch gegelter Krieger o.ä. zugegebenermaßen sicher nicht gut aus. Aber wer zu modernen Hilfsmitteln greift, um die Frisur dem Charakterkonzept anzupassen, handelt auch nicht ambientestörend. Z.B. eine stachelig abstehende Frisur - bunt oder unbunt - kann man sich auch gut für Alchimisten oder einfach andere Wesen wie Orks und Kobolde vorstellen.

  • Färben: Neben den üblichen auswaschbaren Karnevalshaarsprays (oder mit dem Schwamm aufgetragener Wasserschminke), die es in vielen Farben und auch UV-aktiv gibt, kann es je nach Rolle günstig sein, die Haare zu tönen oder sogar zu färben. Evtl. Augenbrauen und Bart mitfärben, wenn der Übergang z.B. von blond zu blauschwarz ist, das sieht sonst komisch aus.

Perücken und Haarteile

Unerlässlich für die Darstellung von Drows, haarigen Trolle, zottelmähnigen Barbaren oder langhaarigen Elfen, für die Verfremdung von NSCs oder einfach um verschiedenen Charakteren eine deutlich unterschiedliche Optik zu verpassen. Schon sehr günstige Perücken von eBay o.ä. können gut aussehen, allerdings sollte man wissen, auf welche Schwachstellen man achten muss:

  • der Haaransatz - sieht oft künstlich aus, vor allem an der Stirn. Entweder man nimmt eine Perücke mit Pony oder man verdeckt einen auffälligen Haaransatz mit einem breiten Haarband, Kopftuch (natürlich nur sinnvoll bei langen Kunsthaaren, die noch drunter hervorschauen), Hut, Kappe, Haube oder Mütze
  • die gleichmäßige Farbe - blonde und hellbraune echte Haare sind meist nicht einfarbig, sondern haben von Natur aus unterschiedlich gefärbte Strähnchen, komplett einfarbige Perücken sehen daher oft unecht aus. Also auf verschiedenfarbige Strähnchen bei der Perücke achten (möglichst natürlich und nicht zu kontrastfarbig), oder eine schwarze oder dunkelbraune Perücke nehmen: Dunkle Haare sind von Natur aus meist einheitlicher gefärbt.

Hier findet man eine Anleitung, wie man die eigenen Haare so hochsteckt, dass eine Perücke sich gut darauf befestigen lässt (englisch, mit Bildern): Tutorial: How to do pincurls. Darauf aufbauend erklärt diese Anleitung, wie man eine Perücken-Kappe befestigt und diese zeigt, wie man auf Haaren und Kappe die Perücke feststeckt.

Statt eine komplette Perücke zu nehmen, kann es sich lohnen, mal die Wirkung eines angesteckten Pony, falscher langer Zöpfe oder anderer Haarteile auszuprobieren, Haarteile sind meist etwas komfortabler zu tragen und preisgünstiger. Bei allen Haarteilen und Perücken vorher mal zu Hause testen, wie man das Kunsthaar am besten befestigt, damit es nicht verrutscht, und wie man ggfs. seine eigenen Haare unauffällig und haltbar darunter wegsteckt.

Bärte

Nicht nur Zwerge brauchen Bärte. Bärte können praktisch jedem Männercharakter einen besonders individuellen Ausdruck geben. Voraussetzung: Der Bart ist nicht völlig alltäglich und steht dem Spieler. Typische Beispiele: der lange graue Vollbart eines alten Magiers, der buschige Schnauzbart eines keltischen Kriegers oder der viktorianische Backenbart eines Gentleman aus der Zeit des GasLightLarp.

Der einfachste Weg zum Bart ist, sich einen echten Bart wachsen zu lassen. Vorausgesetzt, man ist mit dem entsprechenden Bartwuchs gesegnet. Der Tragekomfort gegenüber einem künstlichen Bart ist nicht zu überbieten. Nachteil: Die Barttracht braucht Zeit zum Wachsen. Und mit dem echten Bart ist man auch immer im normalen Leben unterwegs.

Wenn ein echter Bart nicht in Frage kommt, bleibt der Griff zum künstlichen Bart. Die Möglichkeiten beginnen beim einfachen vorgefertigten Bart "à la Weihnachtsmann" zum Umbinden.

Einen besseren optischen Eindruck können Bärte aus Wollkrepp oder Kunsthaar machen. Es gibt sie fertig zu kaufen, z.B. bei www.maskworld.com. Wollkrepp an sich gibt es aber auch lose. Es ist nicht teuer, flexibel einsetzbar, einfärbbar und ergiebig. Es stellt eine gute Basis dar, wenn man selber einen realistisch wirkenden Bart herstellen will. Anleitung zum Vorbereiten von Wollkrepp für die Bartherstellung von schminktopf.de Eine Anleitung für einfache Bartteile aus Wollkrepp von schminktopf.de

Den realistischsten Eindruck machen Bärte aus Echthaar. Es gibt sie fertig zu kaufen, z.B. bei www.maskworld.com.

Man kann Echthaarbärte theoretisch auch selber machen. Voraussetzung: Man hat Echthaar in ausreichender Menge und Länge zur Verfügung. Wollkrepp stellt die günstigere und besser verfügbare Alternative dar. Eine Anleitung zum Bartbasteln findet sich auf www.larp-schmiede.de. Dort sieht man, dass man die Befestigungsmöglichkeiten "ankleben" und "umbinden" auch gut kombinieren kann.

Gemeinsame Nachteile aller künstlichen Bärte: Ankleben (mit Mastix oder einem vergleichbaren Klebemittel) sieht meist realistischer aus, als sich den Bart nur umzubinden. Je größer der Bart ist, desto länger dauert aber auch das Anbringen - und natürlich auch das Abnehmen nach dem Einsatz. Ein aufgeklebter Bart stört die Bewegungen der Gesichtsmuskulatur. Die Verklebung lockert sich dadurch im Laufe des Tages immer weiter. Das sieht irgendwann schlimm aus und im Extremfall fällt der Bart sogar ab. Essen, Lachen, Niesen usw. können diesen Prozess erheblich beschleunigen.


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