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SchlauchTasche

Schlauchtasche

Das Schnittmuster für die Tasche ist super-einfach!

http://www.larpwiki.de/uploads/tt-schnittmuster_tasche.jpg

Ihr müsst 4 Stoffteile in der passenden Größe und Form ausschneiden. Dann zuerst die roten und blauen Linien zusammennähen. So habt ihr bereits 2 längliche Einzeltaschen mit je einer Öffnung. Ich habe noch eine Klappe angenäht zum Verschließen, man könnte sie aber auch einfach zuschnüren. ;-)

Jetzt näht ihr die Taschenteile an den grünen Linien zusammen (logisch, beide Öffnungen oben und aussen!).

Im Prinzip ist so die einfache Variante fertig. Man kann sie natürlich aufwändiger machen, füttern usw. Das muss jeder für sich entscheiden.

Und so sieht sie getragen aus:

http://www.larpwiki.de/uploads/tt-tasche4.jpg

Auch unter dem Umhang stört sie nicht und behindert auch beim Kampf nicht, da man die Schulter mit dem Schwertarm freilassen kann.

http://www.larpwiki.de/uploads/tt-tasche5.jpg

Mein Tipp: Macht die Naht ruhig per Hand mit einem dicken Faden (Kordel!). An diese Naht kann man praktischerweise weitere Dinge hängen, die sonst am Gürtel hängen und diesen durch ihr Gewicht lästig hinunterziehen. Das Gewicht macht sich bei der Tasche kaum bemerkbar, selbst eine Laterne störte kaum.

Ich glaube, dass diese Art der Tasche irgendwo in der Historie auftaucht. Sowas ähnliches gab es im amerikanischen Bürgerkrieg bei den Südstaatlern. Ein paar Larp-Wikis/Kelten laufen auch mit so einer Art Schärpe (natürlich kariertes Muster *g*) durch die Gegend; ob das aber eine Tasche ist, weiß ich nicht.

Wenn jemand weiß, wo diese Taschenart herkommt oder wie sie wirklich heißt, dann zögere er/sie nicht, diese Seite zu ändern.

--ThiloTrapp, 10.03.2004

  • Mein bescheidenes Wissen dazu: Bei der Vor- und Frühform des Plaid (auch nix weiter als eine Decke/Stoffbahn), kann man eine Beuteltrageweise hinkriegen, die selbst in vollem Lauf alles bei sich behält. Eine andere mir bekannte Variante stammt aus dem Mittelalterlichen Japan, ist auf alten Malereien recht oft abgebildet und mir in Büchern über das Alte Japan sehr oft bei Ablichtungen von Reenactment dort begegnet. Es ist dort auch nichts weiter als eine Bahn Leinenstoff, die an den Enden zu einer Art Schlauch gerafft wird und an der Schulter zusammengeknotet wird. Dort war es wohl was Trageweise und Funktion betrifft, ein Zwischending aus den uns heute geläufigen Leinenbeuteln aus'm Supermarkt und den derzeit so beliebten Armee-, Magazin- bzw. Kampftaschen. Meine Theorie, warum es bei den Japanern ausgerechnet Stoff ist: Leder war teuer und nur für Rüstungen in gebrauch. Lederne Taschen und Beutel waren selten. Nicht zuletzt aufgrund des Buddhismus. (Gebot Leben zu schonen etc. kein Schlachtvieh, ergo: kein Leder. Klingt komisch, ist aber so.)

--03.02.2007 Im Zweiten Weltkrieg wurden Rüstungen für Grabenkämpfe aus Decken und Metallteilen improvisiert.


Siehe auch: SchlauchTasche/Diskussion


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