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LarpWiki: Meinung/Charaktertod/TodesStossIT

Larpmeinung: Der Todessstoß ist InTime

Einhard, 09.07.2004: Rein technisch gesehen, gebe ich TodesStossOT völlig recht - allerdings wird z.B. ein erfahrener Assassine, Söldner oder Heiler doch auch InTime sehr genau wissen, wo er wie welche Wunde anzubringen hat, die unweigerlich zum Tod des Opfers führt. Inwieweit ein solches Charakterkonzept natürlich zum Spielspaß für alle beiträgt, sei einmal dahingestellt.

AndreasSchroth, 25.10.2005: Auch dem blödesten Helden (und Monster) wird nach Live-Durchleben von 2-3 Abenteuern auffallen, dass Helden wie Bösewichter in Fantasy-Welten sehr gerne errettet, wiedererweckt, geheilt oder dergleichen werden. Insofern ist der Todesstoß zwar ein reiner OT-Mechanismus, die Konsequenz aus dem Säumnis, ihn durchzuführen, sind aber inplay beobachtbar. Anders ausgedrückt: Wenn mich genug selbsterklärte Helden in der Taverne mit Geschichten von wundersamen Heilungen eigentlich Toter vollgeschwallt haben, werde ich bei jemandem, den ich wirklich tot haben will, nicht nur 15 Schläge mit dem Zweihänder-des-garantierten-Charakterkillens ins Herz durchführen, sondern auch den Kopf des Opfers abtrennen, seinen Mund mit Knoblauch zustoßen, den Rest aushöhlen, den Schädel mitnehmen, verbrennen, die Reste kleinhäckseln, zerstoßen und in der Gegend verteilen lassen. Oder was sich Leute im Mittelalter sonst alles so ausgedacht haben, um wiederkehrende Tote wirklich wirklich tot zu machen.

StefanZell, 23.1.2006 Der wichtigste Teil bei Andreas Schroths Aussage ist mMn das "... jemanden, den ich WIRKLICH tot haben will...". Das impliziert, dass die Sache sehr persönlich ist, eine Blutfehde o.ä., oder dass eine solche Angst vor dem am Boden liegenden da ist, dass man gaaanz sicher sein möchte. Nur, wie oft trifft das zu? DAS sollte man beim "Todesstossen" nicht aus den Augen verlieren.

  • Es gibt auch andere Gründe, z.B. das Beseitigen eines Zeugen, Konkurrenten usw. Tatsächlich sollte es eigentlich keine Larifari-Gründe zum Töten eines anderen Charakters geben, oder? Jedwedes anderweitige Ärgernis sollte auch anders gelöst werden, z.B. indem der entsprechende Charakter Opfer eines Rufmordattentates wird, verprügelt wird o.ä. Leider wird beim Live der Tod eines anderen Charakters sehr schnell als einzige Lösung gesehen -- hat wohl auch damit zu tun, daß es im Live kein Recht und Gesetz gibt, innerhalb dessen Grenzen man sich sicher bewegen und nach Lücken oder Mißbrauchsmöglichkeiten Ausschau halten kann. MasinAlDujaili

Ausgehend von Schroths "jemanden wirklich tot haben wollen" sind wir eben wieder bei der Motivation des Charakters: Erfahrung (des Charakters) gebietet, auf Nummer Sicher zu gehen und ein endgültiges Resultat herbeizuführen. So wie regeltechnisch das Zuschlagen mit einer Waffe zum Ausruf von "1", "2", "2 magisch unheilig" führt, führt eben eine Tötungsabsicht (des Charakters) zum Ausruf von "Todesstoß". Da für den Charakter tatsächlich kein Unterschied bestehen sollte zwischen Tätigung und Ausbleiben des Ausrufes, erfährt ein Charakter eben nur, daß die Leute wieder aufstehen und herumlaufen, die er eigentlich getötet glaubte -- mit den von Schroth zitierten Folgen. Ich sehe allerdings nicht wirklich das Problem, zieht sich doch das Prinzip der OT-Regelgestütztheit für IT-Handlungen durch praktisch alle Regelwerke: Magier brummeln Zauberformeln und kündigen ihre Zauberabsicht mit einem deutlichen "Versteinerung", "Lähmung", "Mentaler Dolch - rechter Fuß" oder "Feuerball - 3 Punkte" an. Die Wirkung von Heiltränken wird mit kleinen unterschriebenen Zettelchen bestätigt und ein Hieb, der einem Gegner den Garaus machen soll, wird eben mit "Todesstoß" angekündigt. Es hat weniger mit IT-Konsequenz zu tun als mit Regelhörigkeit, wonach den Mitspielern lautund deutlich mitzuteilen ist, was man gerade mit ihnen macht. Der "Todesstoß" gehört damit eben zu einer Weltphysik wie das Verbot des Zustechens oder das Nichtzubereiten von allergenen Lebensmitteln. Man kann auf ihn verzichten, aber das ist dann eben ein anderes Spiel. Man kann vieles anders handhaben, aber alles sollte vorkommen -- auch Welten, in denen den Charakteren die Verdeutlichung ihrer Tötungsabsicht aufgezwungen ist, um einen Gegner bis zu deren Wiederbelebung unschädlich zu machen.
Zugegeben, es ist eine Vermengung von OT und IT. Diese Vermengung hat man vermutlich nur auf DKWD(D)K-Veranstaltungen nicht. Wo immer eine Regel wirkt, hat man eine solche Vermengung ... glaube ich ... rein IT betrachtet, könnte mein Charakter seine Gegner mit Stichen weitaus schneller kampfunfähig machen - aus OT-Überlegungen heraus macht er es nicht. Auch eine Vermengung von IT und OT? --MasinAlDujaili, ein Monat nach Heilig Abend 2005 (nur noch 11 Monate - durchhalten :-) )


Siehe auch TodesStossAlternativen oder TodesStossOT

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