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LarpWiki: SpielBerichte/Getuschel auf Schloß Dartmoor

Getuschel auf Schloß Dartmoor

Gaslicht-Soirée am 25. Oktober 2003 auf Burg Vondern

BILDER

VERANSTALTER: London after Midnight (H. Hoffmann, D. Jungblut, A. Vanvlodorp)

LOCATION: Burg Vondern in Oberhausen (Rhld.) hat eine spätgotische Wehranlage und ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Unterkunft und Verpflegung sind nicht oder nur bedingt möglich, aber für Tageslarps und Feste ist die Burg ganz gut geeignet. Zum Szenario, dem Landsitz eines englischen Adligen, paßt sie hervorragend.
Das Diner fand im Erdgeschoß der Burg statt, für den Rätselplot wurde noch der Gewölbekeller und ein Teil des Torhauses genutzt.

VERPFLEGUNG: Es gab ein leckeres dreigängiges Abendessen. Verschiedene Getränke und Zigarillos waren im Conpreis enthalten.

PLOT: 1880 in England. Der mysteriöse, zurückgezogen lebende und als exzentrisch geltende Earl of Dartmoor hat zum ersten Mal zum Diner geladen und man kommt voller Neugier. Unerhörterweise fehlt der Gastgeber aber beim Abendessen. Nach der Mahlzeit findet sich die Gesellschaft in der Burg eingesperrt und eine Grammophonplatte mit der Stimme des Gastgebers droht den Anwesenden mit dem Tod, falls sie nicht das Rätsel um das "Wasser des Lebens" lösen. Nach einigem Tüfteln mit diversen verwirrenden Hinweisen, einem Mordfall an einem Dienstmädchen und verschiedenen ominösen Spukereien bergen die Gäste unter Einsatz eines dampfgetriebenen Mini-Fahrzeugs aus einem geheimen Versteck eine Flasche Whisky.
Während sie noch rätseln, ob das nun alles war und an einigen noch nicht verwendeten Informationsfragmenten herumtüfteln, gibt sich der vermeintliche Butler als der vermißte Gastgeber zu erkennen, der die ganze Angelegenheit incl. des fingierten Mordes nur inszeniert hat, um die Gäste auf die Probe zu stellen.
Einige der gefundenen Schriftstücke sind aber auch dem Gastgeber unbekannt und eine abenteuerliche Zukunft wirft ihren Schatten voraus.

ORGA: Routiniert und gut. Es wurde um Anreise in Kostüm zu präzisen Zeiten gebeten, so daß man mit der OT-Anfahrt gleich im Spiel war.

KRITIK: Die Dekoration der Burg war stimmig und schön. Zahlreiche gerahmte Portraits von Persönlichkeiten aus der Zeit, antiquarische Bücher, und einige schicke Dekorationsgegenstände sorgten für ein passendes Ambiente.
Kostüme und Charakterideen waren toll. Die Spieler waren hoch motiviert. Der Plotansatz gab einerseits etwas zu tun, ließ andererseits auch genügend Spielraum, sich erst einmal im Gespräch in die ungewohnten Rollen und das Szenario einzufinden. Den sehr dezenten Einsatz von Spuk und "Phänomenen" als Fantasy- Elemente fand ich nicht unpassend.
Auch die Verwendung einer funktionstüchtigen Dampfmaschine bei der Plotlösung war eine tolle Idee.
Die über das Ende des Abends hinausreichenden Plot-Hinweise und eine nette Aktion, die ich hier nicht weiter beschreiben möchte, um zukünftigen Spielen nicht vorzugreifen, waren eine gute Idee um die Spieler zu belohnen und für eine mögliche Wiederholung zu motivieren.

FAZIT: Sehr genial. Es hat einen Riesenspaß gemacht. Es war soweit ich weiß für alle Anwesenden der erste Versuch eines LARPs im viktorianischen Zeitalter und das Szenario hat sicherlich großes Potenzial.

CC-BY-NC-SA © 2003 RalfHüls
alias Sir Robert Chiltern,
Sekretär im Außenministerium Ihrer Majestät


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