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LarpWiki: Alanteyn


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Bemerkungen

Alanteyn wurde über mehrere Jahre nur gelegentlich bespielt, die hier vorliegende Beschreibung ist veraltet.

Das Königreich Alanteyn

Alanteyn ist ein kleines, zersplittertes, an das Hochmittelalter angelehntes Königreich vor einem LowPower / MidFantasy Hintergrund. Alanteyn hat die Blüte seiner Macht schon etwa 400 Jahre hinter sich und ist nun der Dekadenz und dem Machtstreben einzelner Landesfürsten preisgegeben.

Geographie:

Die Westgrenze bildet eine ausgedehnte Hügelkette, im Süden wird das Land von der Küste und einer hohen Gebirgskette begrenzt. Nach Osten hin öffnet sich das Land in eine gemäßigte Grassteppe. Der Nordwesten ist vollständig von einem zusammenhängenden Waldgebiet, dem Großen Wald bedeckt. Durch Alanteyn fließen drei größere Flüsse: der Leyan im Osten und der Markat im Westen (aus dem Wald kommend an der Küste ins Meer mündend). Desweiteren ist noch die Sela als drittgrößter Fluß zu nennen; sie etspringt tief im Großen Wald und mündet bei Selenia in den Leyan.

Im äußersten Südosten liegt ein weiteres, mythenumranktes Waldgebiet, welches von Menschen nicht bewohnt wird, westlich davon erstreckt sich das Tal des Flusses Pohr.

Bevölkerung:

Das Königreich Alanteyn ist fast ausschließlich von Menschen bewohnt. Mitglieder anderer Rassen leben allenfalls als Einzelpersonen oder in winzigen Gruppen und kommen vornehmlich in den großen Städten vor. Die menschliche Bevölkerung Alanteyns setzt sich ihrerseits aus verschiedenen, wenn auch mittlerweile stark durchmischten Völkergruppen zusammen. Zu nennen wären unter anderem die Sienechkul, die vor fast zwei Jahrtausenden als erste menschliche Siedler die Südküste erreichten. Die dominierende Volksgruppe sind die Shekiten, Angehörige eines aus dem Osten eingewanderten, mit den Kesiten verwandten Reitervolkes. Als dritte und unbedeutendste Gruppe sind die Barnen zu nennen, ein ländlich geprägtes Volk, dass ursprünglich jenseits des westlichen Hügellandes siedelte. Die barneische Religion und Identität sind bereits vor Jahrhunderten vollständig verdrängt worden, so das man die Nachfahren jener Menschen nicht mehr als eigenes Volk betrachten kann.

Nach den Menschen zahlreichste Rasse sind die Orks. Diese leben allerdings nicht in den politischen Grenzen Alanteyns, sondern in den unerschossenen Gebieten der Peripherie, insbesondere den östlichen und nördlichen Teilen des "Großen Waldes". Sie ehren und respektieren den Wald und verteidigen ihn gegen die Menschen, die ihn für ihre Zwecke roden und besiedeln wollen.

Eine kleine Zahl von Elfen/Elben lebt zurückgezogen tief im Herzen des großen Waldes, jenseits der Orkgebiete, westlich der letzten Ausläufer des Hügellandes. Einst lebten sie über ganz Alanteyn verteilt, zogen sich aber noch vor der Ankunft der ersten Siedler aus für die Menschen unbekannten Gründen zurück. Von ihnen stammt auch der Name Alanteyn ("Alian t'Aynne" sienechkul für "Land der Elfen"). Zwischen Elfen und Menschen existieren sporadische Handelskontakte, ansonsten kommt es selten zum Kontakt zwischen beiden Völkern.

In den Bergen am Ostrand von Huinedor befindet sich die Zwergenstadt Tarrak Torr. Politisch gehört sie nicht zu Alanteyn und könnte somit auch zu den Nachbarländern gezählt werden. Wieviele Zwerge Tarrak Torr bewohnen ist nicht bekannt.

Politische Gleiderung

Formell ist König Daran Enessya IV. der oberste Lehnsherr des Königreiches; alle anderen Adligen sind formell seine Vasallen. Allerdings sind diese Abhängigkeiten meist nicht das vergilbte Pergament wert, auf dem sie besiegelt wurden. Der unmittelbare Herrschaftsanspruch des Königs beschränkt sich auf das Umland seiner Residenzstadt Lomgeron; die Angehörigen des alanteynischen Hochadels können innerhalb gewisser Grenzen quasi uneingeschränkt über ihre Ländereien herrschen. Das Königreich Alanteyn ist in folgende Großregionen unterteilt:

  • Großherzogtum Selenia
  • Herzogtum Huinedor
  • Fürstentum Piandarin
  • Grafschaft Gionharas
  • Grafschaft Cerek

Obige Auflistung enthält nur die Ländereien des Hochadels. Die einzelnen Ländereien sind teilweise weiter unterteilt. Neben diesen Großregionen existiert eine Reihe kleinerer Gebiete. Im Zuge des Bürgerkrieges in Huinedor kam es zur Abspaltung einiger neuer Gebiete:

  • westhuinedorischer Bund: Zusammenschluß der Grafschaften Gionharas und Valja (letztere gehörte vormals zu Huinedor)
  • Ordensprotektorat Rotstein: Vom Orden der Therbaniter beschlagnahmtes Gebiet im Osten Gionharas'.

Nachbarvölker:

  • Kesitâ: östliches Nachbarland, orientalische Kultur.
  • Großkönigreich Thevensal: nordwestliches Nachbarland, ganz vage an die karolingische/ottonische Zeit angelehnt. Kultur und Religion über die Jahrhunderte an Alanteyn angeglichen.
  • Königreich Perinkar: westliches Nachbarland, wie Thevensal, durch Erbteilung vor einigen hundert Jahren von diesem abgespalten.
  • Alnoar: Stadtstaat westlich von Alanteyn, mitten in perinkar'schem Gebiet. Wichtigster Seehafen der Region.
  • Shekitische Stadtstaaten: wenige große Handelsstädte im Osten und Nordosten Alanteyns, orientalische Kultur.
  • Waskaien: Land im Norden Alanteyns, hinter einer Pufferzone von ca. 100km dünn besiedeltem Wald und einem großen See. Spätantik- bis frühmittelalterlich-nordosteuropäische Kultur.
  • Fürstentum der Turpalai: westlich von Perinkar, slawisch angehauchte Kultur.
  • das Pohrtal: dünn besiedeltes Gebiet südlich von Alanteyn, von diesem durch dichten Wald getrennt. Siedlungsraum einiger keltisch angehauchter Stämme.
  • Die einige dutzend Seemeilen vor der Südküste gelegene Insel Fjällsö, Heimat einiger kleiner Piratengruppierungen (vgl. Störtebeker, nicht Sparrow!)

Aktuelle Politik:

  • Fehde zwischen dem Herzogtum Huinedor und der Grafschaft Gionharas einen strategisch wichtigen Gebirgspass. Auslöser: Gionharas erbaut Wachposten entlang der Grenze, was Huinedor als Provokation auffasst.

Religion

Die alanteynische Religion basiert auf einem Pantheon aus fünf Göttern: Therban, Lóma, Kualtan, Fean und Vengia, auf die im Folgenden noch genauer eingegangen wird. Allerdings hat die praktische Religionsausübung teilweise fast schon monotheistische Züge. Die (theoretisch) oberste Gottheit ist Lóma, die vereinfacht gesagt als Mondgöttin bezeichnet werden kann. Ihre Anhängerschaft strebt vor allem anderen nach Reinheit und geistiger Erleuchtung. Auf Bildnissen wird sie meist als Frau dargestellt, die den Mond in Händen trägt. Sie wird vor allem in den alten Provinzen um die Königsresidenz Lómgeron weit stärker verehrt als die anderen Götter. Im Rest des Landes hat sich in den vergangenen Jahrhunderten der Therbankult als wichtigste Konfession hervorgetan. Wahrscheinliche Ursache hierfür ist, dass der als Mensch dargestellte und auf einer historischen Person basierende Therban dem Denken der Menschen in einer immer feudaler werdenden Gesellschaft näher steht als die anderen Götter, die teilweise noch auf Naturgottheiten alter, längst vergessener Schamanenkulte zurückgehen. Auch ist Therban der wichtigste Bezug für Menschen, die um ihr Seelenheil fürchten. Insbesondere seine immerwährende Anrufung in Bestattungsriten hat ihn wohl im Laufe der Zeit fest im Bewußtsein der Menschen verankert. Nach dem Glauben der Menschen hat "unser aller Herr Therban" nach seinem irdischen Tode ein jenseitiges Königreich ("Therbans Reich") begründet, in das die Seelen der anständigen und ehrbaren Menschen nach ihrem Tod aufgenommen werden.

Kualtan, der alte Meeresgott der Sienechkul (einem Seefahrervolk, dass bereits vor 1800 Jahren in Alanteyn siedelte), hat sich im Laufe der Zeit zu einer Art "Wächter der Unterwelt" entwickelt, der über die Dämonen und ähnliche Unterweltkreaturen gebietet. Zwar ist er kein böser Gegenspieler wie es z.B. der Bozephalus im Ceridentum ist, da er im Regelfall den Dämonen verbietet, die Menschen heimzusuchen, allerdings wird er in weiten Teilen des Landes ebenso gefürchtet. Lediglich in den Küstenprovinzen hat sich von alters her eine nennenswerte Anzahl an Gläubigen erhalten, die sich in erster Linie Kualtan verpflichtet fühlen. Diese Priester des Kualtankultes werden jedoch im ganzen Land geachtet, da man von ihnen die Fähigkeit zuschreibt, Kualtans Zorn zu besänftigen und somit Unheil abzuwenden.

Die Götter Fean und Vengia bilden sozusagen das Schlußlicht in der Rangfolge des Pantheons. Ihre übliche Darstellung in Tiergestalt (Fean, Gott des Waldes als Keiler, Vengia, Göttin der Lüfte als Adler) weist noch am deutlichsten auf den Einfluss alter Naturreligionen hin, auch wenn der Glaube an Vengia und Fean in seiner heute gebräuchlichen Form erst nach der Besiedlung Alanteyns vor 1500 Jahren entstand. Im großen, theologischen Disputen spielen die Anhänger dieser beiden Götter so gut wie keine Rolle. Es ist hauptsächlich die vom alten Aberglauben geprägte, ländliche Bevölkerung, die sich diesen Gottheiten zugewandt fühlt. Dennoch existieren von beiden Gottheiten anerkannte Orden und Klosterschulen, wie zum Beispiel das für seine Heilmittel bekannte Feankloster Drakonash im Großherzogtum Selenia.

Profil des Alanteyn-Hintergrundes

nach Versuch einer Kategorisierung

  • Verbreitung 5
  • Alltäglichkeit 3 bis 4
  • Mächtigkeit 4
  • Vielfalt 0 bis 1
  • Wesen 4
  • Struktur 2
  • Härte 1 bis 2
  • Moral 0
  • Technik 3

sonstiges

Das Kerngebiet der Spieler liegt in Zweibrücken (im Südwesten von Rheinland-Pfalz).

in Alanteyn ist sogar ein Brettspiel erfunden worden. Es nennt sich Fehde und ist beschrieben unter FehdeSpiel