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LarpWiki: BandGunPraxis

Erfahrungen mit Gummiband-Pistolen

Das Große Manöver war nach fast vier Jahren (in denen nur gelegentliche Poser-Auftritte und Zielschießen vorkamen) mein erster ausgedehnter Kampfeinsatz mit den Gummiband-Pistolen (und teilw. auch der Arquebuse).

In zwei Szenarien war ich im offenen Feld in der Sicherungsmannschaft um unser Geschütz, konnte aber mangels Reichweite keine sinnvollen Schüsse absetzen. Ich hatte nur einen Moment, in dem ich mir ziemlich Gung-ho vorkam, als ich beim Capture-the-Flag der Fahnenhalter war und die Flagge mit der angelegten Arquebuse verteidigt habe. Leider war der Gegner so weit weg, daß es nur zur heroischen Pose und nicht zum heroischen Kampfeinsatz reichte

Bei einem späteren Szenario, in der eine relativ schmale Bresche verteidigt/durchbrochen werden sollte, konnte ich mit den Faustrohren recht sinnvoll eingreifen. Die Treffsicherheit war aus der zweiten Reihe einer üblichen Schlachtreihe auf die gegenüberliegende gegnerische Schlachtreihe völlig OK. Ich habe in etwa 5-6 Kämpfen ca. 15 Schuß abgefeuert, von denen zwei völlig daneben gingen und einer einen Schild traf. Zwei oder drei weitere wurden von den Getroffenen nicht bemerkt und bei ein oder zwei wußten die Getroffenen nicht, was los war. Bei keinem einzelnen Kampf habe ich mehr als vier Schuß abgegeben. Teilweise hat es auch nur dazu gereicht, die zwei Faustrohre je einmal abzufeuern und bis ich nachgeladen hatte, war das Scharmützel schon beendet. Zu keiner Zeit hatte es den Anschein, daß ein Treffer mit dem Gummiband OT auch nur lästig für den Getroffenen war.

Obwohl die Zuverlässigkeit und die Treffsicherheit besser sind, als ich bisher angenommen habe, halte ich das Ergebnis nicht für überpowert, zumal sich herausgestellt hat, daß man sinnvoll nur auf Leute schießen kann, die einen sehen oder die man zuerst auf sich aufmerksam macht. Sollte das noch nicht reichen ist mir (aus reinem OT-Mangel) noch aufgefallen, daß eine SL im Zweifel die Mächtigkeit der Bandguns leicht regulieren kann, indem sie die Zahl der "Pulverladungen", also der Zugkracher, die wir zum knallen verwenden, limitiert.

Richtig ist natürlich der Einwand, daß ich die Pistole nach dem Schuß beiseite tun und dann als vollwertiger Nahkämpfer agieren könnte, was einem Bogenschützen nicht so leicht fällt. Der Pistolen-Armbruster hat allerdings IMHO den gleichen Vorteil.

Und jetzt möchte ich wirklich nochmal wissen, wer hier ein Ambienteproblem sieht (vielleicht abgesehen von der Ketchupflasche im Hintergrund...):

http://kamerakata.de/galerie/i.php?/003/971/img-9436,medium_large.1442952014.jpg

Meiner Ansicht nach bleibt als einziges Argument gegen diese Waffen die Geschmacksfrage. Und da werde ich mich natürlich auch weiterhin jeweils nach der Orga richten, bei der ich spielen will.

--RalfHüls, 29-06.2005

  • Wenn man die Leistungen der anwesenden Feuerwaffen mit den Bogenschützen vergleicht, die aus 20 Meter Entfernung im 10 Sekunden-Takt meine Brustplatte getroffen haben, kann man von Effektivität wirklich nicht sprechen. AndrejPfeifferPerkuhn 30.6.2005


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