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LarpWiki: Regeln/DKWDADGW

DKWDADGW

Du kannst, was die Anderen dir glauben wollen

Philosophie

Jeder spielt, wann und wie er will!

Dies ist die eine Regel, auf die sich diese Rollenspiel-Philosophie stützt. Sie überlässt es dem Spieler, ob und wie er gerade spielen will. Wenn er angespielt wird, steht es ihm frei, darauf zu reagieren, wie er will. Er kann aber auch auf eine Reaktion verzichten.
Erst daraus, dass diese Regel auch für die anderen Spieler gilt, ergibt sich die Aussage "Du kannst, was die Anderen dir glauben wollen" für die Spieler, die nicht alleine spielen wollen.
In diesem Punkt geht DKWDADGW weiter, als DKWDDK, die Opferregel oder die Zwei Regeln, indem es auch das Nichtreagieren als "Antwort" auf Spielangebote zulässt.

Es gibt keine objektiv "wahre" Version der Spielwelt.
Die absolute Freiheit der Spieler bedingt, dass eine Synchronisation der Spielwelten der einzelnen Spieler prinzipiell nicht durchsetzbar sein kann. Den Spielern steht es zwar frei, dennoch zu versuchen, ihre Versionen der Spielwelt zu synchronisieren. Aber prinzipiell kann es keine "bindende" Version geben. Dieses Bekennen zum konstruktivistisches Spiel bevorzugt Szenariospiele mit offenem Ausgang gegenüber klassisch Plot-geleitetem Spiel.

Es gibt keine objektiv richtige Darstellung.
Dies folgt daraus, dass es individuell von den anderen Spielern abhängt, wie Spielangebote präsentiert werden müssen, damit sie attraktiv genug zum Mitspielen sind.
Im Gegensatz zum DKWDDK ist auch klassisches Telling nicht prinzipiell ausgeschlossen.

Die bespielbaren Genres, Fantasy-Level und Power-Level sind nicht einschränkbar.
Auch dies folgt aus der einen Regel. Es ist den Spielern überlassen, nach Belieben so zu spielen, wie sie es für sinnvoll erachten. Diese Spiel-Philosophie geht davon aus, dass sich die Spieler zusammenfinden, die ähnliche Vorstellungen davon haben, was wie gespielt werden sollte.

Hinweise für Orgas

Bereite das Spiel gut vor. Die Orga ist dafür da, eine Grundlage für ein oder mehrere mögliche Spiele zu liefern und durch passende Ausschreibung dafür zu sorgen, dass sich möglichst zueinander passende Spieler mit möglichst kompatiblen Erwartungen zusammenfinden.
Dafür erschafft und sammelt sie Informationen und Requisiten, die sie den Spielern zur Verfügung stellt.

Halte dich an die Philosophie. Die klassischen Lenkungsmöglichkeiten sind weiterhin erlaubt. Wärend des Spiels dürfen einzelnen oder allen Spielern gezielt Informationen und Requisiten übergeben werden. Die Orga darf selbst als Spieler agieren. Es können an manche oder alle Spieler vor und während des Spiels vorgegebene Charaktere verteilt werden.
Aber keine dieser Lenkungsmöglichkeiten hat bindende Wirkung für die Spieler. Sie können die diese Angebote frei interpretieren und auch ignorieren.

Beschreibe den gewünschten Spielstil. Diese Philosophie eignet sich für eine große Menge unterschiedlicher Spielstile. Gib dem Spieler erschöpfende Angaben zum Fantasy-Level, Power-Level, Gewandungsanforderungen, Darstellungsrichtlinien.

Definiere das gewünschte Szenario. Stelle möglichst früh umfangreiche Informationen über die bespielte Welt und Region zur Verfügung. Beschreibe möglichst genau, wie das Leben in dieser Region aussieht und wie die momentane politische und wirtschaftliche Lage ist.
Mach es den Spielern einfach, ihre Version der Spielwelt und einen passenden Charakter möglichst vollständig zu erschaffen. Dadurch finden die Spieler schnell ins Spiel und die einzelnen Spielweltversionen passen besser zusammen.

Hinweise für Spieler

Halte dich möglichst an die Ausschreibung Wenn sich die Orga die Mühe gemacht hat, eine umfangreiche Ausschreibung und Hintergrundmaterial im Vorfeld des Spiels zugänglich zu machen, ist davon auszugehen, dass die anderen Spieler hauptsächlich aus diesem Material und Erfahrungen mit der Orga ihre Erwartungen für die Con und deren Teilnehmer ableiten.
Erschaffe oder wähle einen dazu passenden Charakter und bleib fern, wenn die Con dir nicht passend erscheint.

Synchronisier nach Belieben. Wenn du merkst, dass andere Spieler von anderen "Tatsachen" in ihrer Spielwelt ausgehen, kannst du deine Spielwelt diesbezüglich anpassen, musst es aber nicht. Es steht dir auch frei, die Unterschiede im Spiel zu thematisieren oder zu ignorieren.
Die Inkonsistenzen als Wahrnehmung des eigenen Charakters ins Spiel zu integrieren, ist oft die spielfördernste Möglichkeit.
Lies LARP und Konstruktivismus und Larp-Konstruktivismus und Larp-Idealismus schließen einander nicht aus.

Spiel passend. Du darfst spielen, was du willst. Aber wenn du es schaffst, dass keiner mehr mit dir spielen will, spielst du allein. Es gibt keine Regel, die irgendeine Reaktion vorschreibt, keinen Anspruch darauf, nicht komplett ignoriert zu werden.


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Autoren: Allan Wegan
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