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LarpWiki: Bericht Oschenheim - Nebelschwaden

Bericht Oschenheim - Nebelschwaden

Datum: 16.-18.1.2004
Veranstalter: Oschenheim e.V.
Homepage: http://www.oschenheim.de
Ort: Schullandheim Winterburg
Szenario: Das Kloster St.Maternus in Oschenheim
Unterbringung: Haus
Vollverpflegung
Teilnehmer: ca. 60
Preis: 60 (NSC) / 75 (SC)

Der Versuch eines gemeinschaftlichen Berichts. Bitte die jeweiligen Verfasser kenntlich machen. --TilmannHolst, 18.1.2004

Die Berichtenden:

Wladimir Sergejewitsch BenSallach, Bürgermeister von Balinskij, Wolkowien, ist auf einer Pilgerreise um die in ihm wachsende Unsicherheit ob des 2. Manifestes und seiner eigenen Auslegung desselben zu lösen. In seiner Vergangenheit hat er einige Ereignisse erlebt, die ihm Angst machen das er irgendwann vielleicht doch einmal "die Manifeste falsch auslegen und das Gute nicht wohl vom Bösen zu trennen vermag. In St. Maternus hoffte er die Ruhe zu finden um über alles nachzudenken was in den vergangenen Jahren geschehen war und um in der friedlichen Stille eines Oschenheimer Klosters innere Ruhe zu finden. (FredSchwohl)

Bernand Francois du Mont de fér, Ritter in Lehensschaft des Grafen de Tour d'Argent ist nach seiner Wäägung, nun auf einer Pilgerfahrt, um Buße zu tun für "ein paar kleinere Ungeschickheiten". Er soll die Reliquie des heiligen St. Maternus besuchen. Auf dem Weg trifft er einen anderen lyrischen Ritter, Tankred von Hohenberg, der schwere Sünde auf sich geladen hat, und deswegen bereits seit fünf Jahren auf Wanderschaft ist. NilsReddig

Bruder Urbanus ist der Novizenmeister der Abtei St. Maternus. (HannoLamp)

Freitag Abend

Was Wladimir erlebt: Neue Gäste kommen ins Kloster. gestern ist die Bibliothek abgebrannt und die Mönchen und Nonnen sind entsetzt und aufgeregt. Wladimir kennt viele der neu Eingetroffenen und man ist sich schnell einig, das es zu viele sind die sich kennen, als das man an einen Zufall glauben kann. bestimmung? Eine Fügung des Eynen? Sind wir alle nur Figuren in einem höheren Plan? Unterhaltungen ergeben Merkwürdigkeiten. Wladimir bietet an, sich wegen seiner Kenntnisse und Erfahrungen im Balinskij Stadtarchiv um die geretteten Dokumente zu kümmern und Bruder Rafael, dem Bibliothekar zur Hand zu gehen. Dabei wird schnell klar das es ein dunkles Ereignis in der Vergangenheit gibt, da eine der Seiten der Chronik nicht komplett verbrannt ist, sondern vorher ein großes Stück des Inhaltes herausgerissen wurde, so das man nur die Jahreszahl noch erkennen kann. Plötzlich großer Aufruhr, der Abt ist tot! Wladimir erweist ihm die letzte Ehre, obwohl er ihn nicht mehr kennenlernen konnte. Nach allem was man hört war das ein wirklich aufrechter Ceride. Später schläft Wladimir beim Gespräch ein und hat einen Traum. Der tote Abt erscheint ihm und erwähnt Dinge die er von Wladimir gehört hat als dieser an seinem Totenlager betete. Er warnt ihn vor "dem der Abt werden will!". Eine schwarze Gestalt erscheint und verhöhnt den guten Remigius, "Er sei jetzt wieder der Herr und ER sei bald in der Lage alles zu tun was ER will!". Remigius gelingt es noch den Schwarzen wegzujagen, aber er scheint schwächer zu werden. Wladimir hätte gerne noch mehr erfahren, wird aber rüde von einem lyrischen Ritter aus seinem Schlaf am Tisch geweckt. Weitere Diskussionen und Untersuchungen der Dokumente erbringen nichts Neues, auch weil der inkognito anwesende Baron Du Mont sich immer einmischt und alle Papiere durcheinanderbringt. Wladimir beschliesst irgendwann ins Bett zu gehen und darüber zu schlafen, kann dies aber nicht, weil in seiner Klause viele der Gäste und Brüder zu laut schnarchen. (FredSchwohl)

Was Bernand erlebt: Auf den letzten Metern ragt das Kloster auf seinem Berge düster über das Land. Wahrlich ein stattliches Kloster. Die Fenster hell erleuchtet sieht es aber trotz seiner trutzigen Mauern recht einladend auf. Bernand und Tankred sind müde und sprechen kaum noch ein Wort. Kurz vor dem Aufgang zum Klostertor erscheint im Licht der kleinen Lampe plötzlich eine Gestalt. Es ist Martin, ein Köhler aus der Gegend. Er ist schlimm zugericht, sein halbes Gesicht, wie von einer riesigen Tatze aufgerissen. Er hat viel Blut verloren. "Sie haben mich überfallen, im Morgengrauen", stammelt er, "mannhohe Wesen, fast weiß, mit Hörnern und Klauen, sie haben meine Hütte zerstört und mich bewusslos geschlagen." Bernand und Tankred bringen den Köhler ins Kloster, wo man sich seiner annimmt. Wenig später, als Bernand seine Zelle zugewiesen bekommen hat, hört Bernand in der Nachbarzelle ein Gespräch, dass einer der Bauern, die ebenfalls von den gleichen Wesen geflüchtet sind mit Martin führt. Die "Winterkönigin" sei nicht besänftigt worden, deswegen sei man überfallen worden. Bernand und Tankred stellen die Knechte zur Rede. Es stellt sich heraus, dass jedes Jahr um diese Zeit, die Bauern ein Flachsfeuer entzünden, um die Winterkönigin zu besänftigen und den Frühling herbei zu rufen. Nur dieses Jahr nicht. Seitdem werden zweiköpfige Kälber geboren und die Milch noch im Eimer sauer. Bernand und Tankred besprechen sich mit den "zufällig" (??) anwesenden Rittern von Hohenlohe und von Falkenhain. Man beschließt, den Meiler des Köhlers morgen zu besuchen und nach dem Rechten zu sehen. Um nicht von "bleichen Kreaturen mit Hörnern" zu sprechen und die anderen Anwesenden nicht zu beunruhigen spricht man von großen, hungrigen Wölfen, die man jagen gehen wolle. (NilsReddig)

Was Bruder Urbanus berichtet: "Es sind noch weitere Gäste eingetroffen. Schwester Mathilda, unsere Gästepflegerin, kann sich zur Zeit über mangelnde Arbeit wahrlich nicht beklagen. Aber auch unsere Heilkundigen kommen nicht zur Ruhe. Die Neuankömmlinge brachten den Köhler Martin mit. Er ist übel zugerichtet - offenbar wurde er von den Wölfen angegriffen, die auch jene Bauersfamilie, die zur Zeit im Kloster untergekommen ist, von ihrem Hof vertrieben. Zwar faselte er etwas von gehörnten Wesen, doch ist dies wohl eher auf einen Fieberwahn zurückzuführen. Morgen wollen einige unserer Gäste, unter denen sich auch einige Ritter auf Pilgerfahrt befinden, den Untieren nachstellen.

Die Ankunft der Gäste und selbst das Unglück des Köhlers wird jedoch überschattet von einem schrecklichen Ereignis. Unser geliebter Abt, Vater Remigius, wurde tot in seinem Zimmer gefunden. Trotz seiner nun schon lange dauernden Krankheit hatte er in seiner Zelle entgegen den Anweisungen von Bruder Gereon, unserem Medicus, gearbeitet. Ich selbst habe die erste Totenwache vor seiner Tür übernommen. Unseren Gästen wurde gesagt, daß man ihn tot in seinem Bette liegend gefunden habe, doch stimmt dies nicht. Elena, die Novizin, welche ihn fand, verplapperte sich mir gegenüber und erzählte mir auf mein beharrliches Nachhaken hin unter Tränen, daß er tot auf seinem Stuhl gesessen und einen schrecklichen Anblick geboten habe. Der Prior und die Mutter Oberin verbreiteten jedoch die andere Version, um die Würde des Abtes nicht unnötig zu beflecken.

Die Prüfungen, denen unser Kloster ausgesetzt ist, scheinen kein Ende nehmen zu wollen. Erst verbrennt beinahe unsere gesamte Bibliothek, und nun dies. Doch müssen wir immer daran denken, daß alles nach dem Willen des Eynen geschieht, auch wenn wir den tiefen Sinn dahinter nicht sehen können." (HannoLamp)

Samstag Morgen

Was Wladimir erlebt: Weitere Gespräche mit den Anwesenden. Die Situation scheint unklar, genaue Erkenntnisse sind sehr schwer. Weitere Dokumente werden aus der vernichteten Bibliothek geborgen und ergeben nichts wirklich Neues. Es scheint sich auf einen Namen zuzuspitzen - einen Abt Etzel, der vor etwa 60 Jahren Abt in St. Maternus war und der irgend etwas getan hat was jetzt auf uns niederkommt. Einge Gespräche zeigen klar das viele der Gläubigen wohl Probleme mit dem 2. Manifest haben. Ist Oschenheim so in seiner geschützten Welt erstarrt, das sie vergessen haben was es heißt Ceride zu sein? Gespräche mit Bruder Jorge und dem Probst erbringen nichts wirklich Neues. Ausser der Erkenntnis, das ein Abt in St. Maternus nicht lange lebt. Irgendwann scheinen Sie über ein Geheimnis zu fallen und dann zu sterben. (FredSchwohl)

Was Bernand erlebt: Der morgendliche Jagdausflug endet in einem Desaster: Kaum verlässt die Gruppe von Rittern nebst Knappen das Kloster, werden sie von schwer bewaffneten Bauern aus dem Hinterhalt überfallen. Bernand wird mittelschwer verletzt, die anderen haben auch nicht mehr Glück, erst die hinterdrein laufenden Söldner aus Wenzingen können die wie besessen kämpfenden Bauern stoppen. Die rufen Sätze wie "Du hast mir versprochen, dass ich sie wiedersehe!", oder "Ich habe doch getan was du wolltest, warum lässt du zu, dass sie mich verwunden?" und werden von den Wenzingern schnell zum schweigen gebracht. Bernand heuert sie an. Die verletzten werden in die Apotheke des Klosters geschleppt und dort fachkundig versorgt. Bernands Bein ist angebrochen, der Medicus Gereon richtet es und schient es. Der Herr von Hohenlohe hat eine Bauchwunde. Hr. von Falkenhain kommt mit Schnittverletzungen davon. Ein weiterer Ausflug wird verworfen. Es wird heiß diskutiert, ob alle Äbte an den gleichen Ursachen sterben. Immer wieder schlafen Anwesende ein und wachen nach alptraumhaften Visionen wieder auf. Die Stimmung wird immer düsterer. (NilsReddig)

Was Bruder Urbanus berichtet: "Ein neuer Tag beginnt, und die Brüder und Schwestern suchen Trost im der Routine des Klosteralltags, auch wenn heute nicht alles so ist wie sonst, denn ein neuer Abt muß gewählt werden. Auch beginnt heute in der Unterweisung der Novizen ein neues Quartal. Gemeinsam mit Bruder Elias, dem Kantor, und Bruder Rafael, dem Bibliothekar, bespreche ich die Neuordnung des Unterrichtes. Für die Zwischenzeit habe ich meinen Schutzbefohlenen eine Schreibarbeit aufgetragen. Davon ausgenommen war Adson, der Küchendienst hatte. Später wurden seltsame Kreidesymbole im Kloster entdeckt. Die Mutter Oberin bat mich, einen Novizen abzustellen, der diese wieder entfernen solle. Wie sich herausstellte, waren die abergläubischen Bauern für die Zeichnungen verantwortlich. Sie wollten damit wohl Unglück fernhalten. Es wurde ihnen ins Gewissen geredet, und sie versprachen, davon abzulassen." (HannoLamp)

Samstag Mittag

Was Wladimir erlebt: Die Ereignisse spitzen sich zu. Bei der Wahl des Neuen Abtes wird der Cantor besessen und verfällt dem Wahnsinn. Später stirbt er an den Folgen der Besessenheit. Es scheint, dass der verderbte Etzel in der Lage ist, jeden Klosterinsassen zu übernehmen und zu beherrschen. Auch kann er Brüder und Schwestern willkürlich töten - weil sie schwach und im Glauben nicht gefestigt sind? Bauern kommen und wollen Geld für Essen, fordern dies aber nicht wie es sich gehört am Tor sondern mit Waffengewalt von einigen Rittern, die eigentlich ausgezogen sind um die "Wolfsplage" zu untersuchen. Waldimir hat schon am Freitag festgestellt, das es sich nicht um Wölfe handeln kann, als Wolkowe weiß er ja was Wölfe können und was nicht. Die Bauern werden natürlich alle erschlagen, was leider keine Neue Erkenntnis ergibt. Hier sind viele nicht von der Existenz alter Bräuche und Abergläubischer Rituale abzubringen. Der Winterköniginnenbrauch, der ein alter Volksbrauch ist, wird hier noch als heidnische Zeremonie abgehalten, allenthalben tauchen heidnische Abwehrzeichen auf - wissen diese Ceriden nicht was sie damit anfangen? Wladimir wundert sich immer, wenn er mit Dr. van Cleef spricht weil der das doch auch sehen müsste, trotzdem aber die Friedländer als "liberale Freidenker" beezeichnet. Merkwürdige Welt. Die Mitglieder des Klosters sind schwach in der Anwendung der Manifeste und mit jedem Ereignis wird für Wladimir klarer warum es die Manifeste gibt und wie sie auszulegen sind. Später erscheint ein Geschöpf des Bozephalus und fordert einen Vertrag. Wohl den Vertrag den Etzel mit dem Unausprechlichen geschlossen hat. Es wird beschlossen nichts herauszugeben sondern die Zuflucht im Gebet zu nehmen. Ein Angriff der Horden des Bösen wird abgewehrt doch um welchen Preis. Beim Schutz der Reliquie des heiligen Maternus wird Anshelm von Hohenlohe, friedländischer Ritter und Kämpfer für den Glauben, schwer verletzt und erliegt später im Spital des Klosters trotz aufrechter Versuche des Medicus seinen schwersten Verletzungen. Ein tapferer und glaubensstarker Mensch ist zum Eynen eingegangen! Obwohl er ein Lyrier war, der mit dem verbrecherischen Fürstbischof nach Friedland kam, hat Anshelm doch nach den Pestjahren durch sein gerechtes und ceridisches Handeln Ansehen und Freundschaft unter den Wolkowen gefunden. Wladimir stellt Geld zur Verfügung um einen Zinnsarg bauen zu lassen, damit der Ritter in seiner Heimat beigesetzt werden kann wie es sein soll. Ritter Tankred muß an sich selbst erinnert werden, da der Schmerz über den Verlust ihn zu überwältigen droht. Beim Totengottesdienst zu Ehren des Verstorbenen gibt es ergreifende Szenen. So muß ein ceridischer Ritter betrauert werden! (FredSchwohl)

Was Bernand erlebt: Der Kampf mit dem bozefalistischen Gezücht war zuviel. Bernands Bein ist nun endgültig gebrochen, an Kämpfen ist nicht mehr zu denken. Nach dem Tode des Herren von Hohenlohe scheint Ritter Tankred den Verstand zu verlieren, er faselt wirres Zeug vor sich hin, lästert dem Eynen und muss von dem wolkowischen Bürgermeister und Herrn von Falkenhain und Bernand scharf zurecht gewiesen werden. Dennoch geht er gestärkt aus dieser Krise hervor. Er entschließt sich, dass dieser Kampf seine finale Queste zu sein scheint und legt wieder Farben an. Zu Ehren seines Freundes Anselm, trägt er dessen Farben. Das Schwert schenkt im Bernand, der in seinem jetzigen Zustand keines mehr benötigt, damit er es im Namen des Eynen zu führen wisse. (NilsReddig)

Samstag Abend

Was Wladimir erlebt: Später wird ein Dokument gefunden, das den Brand in der Bibliothek unbeschadet überstanden hat. Es ist in einer Schrift abgefasst, die keiner lesen kann, und alle Versuche es zu vernichten scheitern. Dies muß der verderbte Vertrag sein. Es wird eine Messe abgehalten bei der das Dokument durch Segnen und durch die Kraft von Heiligenkärtchen vernichtet werden soll. Bei dieser Messe erscheint der finstere Etzel persönlich und fordert das Dokument, ebenso erscheint eine hässliche Fratzengestalt die sich als Frau ausgibt und das Dokument ebenfalls fordert. Die Kraft der Gebete scheint zu helfen, als plötzlich eine dritte Gestalt erscheint, die wohl ein weiterer gehörnter Diener des Unausprechlichen ist. Dieser fordert den Vertrag ebenfalls. Dem Kloster wird eine Stunde Zeit gegeben um sich zu entscheiden. Oh schwache Gläubige. Kaum sind die Gestalten weg und der Vertrag ist mit der Reliquie verwahrt, werden Mönche und Gäste laut, die sich auf Kuhhändel mit der Einen oder Anderen Fraktion der Finsternis einlassen wollen. Erkennen die denn nicht was sie damit tun? Haben die nicht die Lesung von Bruder Rafael gehört, die darauf hinweist, das der wahre Weg des Glaubens nicht der einfache, bequeme Weg sein kann? Wladimir sieht sich gezwungen Zeugnis abzulegen für den harten Weg und muss sogar Mönche anschreien, die zweifeln und das Opfer des Anshelm schmähen. Aufgewühlt geht er hinaus um alleine zu beten. Der Apothekarius wird geschickt um ihn zu bitten im Auftrag von Dr. van Cleef, der wie sich erst jetzt heraustellt, Abgesandter des Oschenheimer Bischofs ist, die Inventur der Apotheke zu leiten, um festzustellen wer für den Mord an Abt Remigius verantwortlich ist. Durch diese Ereignisse kommt Wladimir fast zu spät in die Kapelle um die Auseinandersetzung mit der Finsternis zu erleben und durch seine Gesänge und Gebete zu helfen sie zu vertreiben. Dies gelingt, denn die Dinge, die der wahre Gläubige bewegen kann, wenn er fest zu seinem Glauben steht, sind unendlich. Alle Einflüsterungen, die die Finsteren Knechte des Bozephalus uns machen wollen sind nichts vor der Kraft des Glaubens, denn nur der Zweifel macht uns schwach. Dr. van Cleef beauftragt Wladimir mit der kommisarischen Verwaltung des Klosters und gibt ihm den Auftrag den Mörder zu finden. Verdächtige sind genug vorhanden, einzig es gibt wohl noch andere Dinge die hinter diesen Klostermauern geschehen. (FredSchwohl)

Was Bernand erlebt: Was ist nur hier geschehen? Mönchem, die verlangen, dass man dem Bozefalus zuarbeitet? Dass kann nicht sein. Bernand beschafft sich einen Knüppel und droht, jeden, der das in die heilige Reliquie eingewickelt Vertragswerk herausnehmen will daran mit seinem Blute zu hindern. Das scheint Wirkung zu zeigen. Händeringend wird nach einer Lösung gesucht. Zu allem Überdruss überkommt ihn der Schlaf, in dem er eine Vision der Zukunft erlebt. Etzel mit dem Vertrag und der Dämaon mit dem Vertrag. Es scheint das Beste zu sein, dem Dämon den Vertrag zu geben, vermittelt der Traum, aber darf man seinem Kopf in solch einer Stunde glauben? Nein, hier muss das Herz entscheiden und das sagt ihm: wenn der Bozel etwas will, dann mach das Gegenteil und wenn es dein Leben kostet! Die Rettung bringt ein advokatischer Winkelzug des Dr. van Kleefs, der Kraft seiner Befugnisse, Atzel, den "schwarzen Abt" von seiner Stellung absetzt und ihn so seiner Macht beraubt. Der behauptet lachend, nun wäre er frei und sei nicht mehr an diese Mauern und an den Vertrag mit Bozel gefesselt, aber auch seine Macht ist nun hinfort. Möge er die restliche Zeit, die ihm noch auf der Erde bleibt, als harmloses Schreckgespenst herumgeistern und ahnungslose Reisende erschrecken. Wird vermag er nun nicht mehr. Der Dämon behauptet, wir hätten nun alle unsere Seelen verwirkt, aber unser Glauben war stark und so werden wir stolz vor die Waage treten können. Bernand beschließt, sich zu betrinken und den Rest des Abends in der Gesellschaft der anderen zu verweilen, um nicht soviel nachzudenken. Außerdem bietet er an, dem Bürgermeister bei der Verwaltung des Klosters zu helfen. Muss er doch eh noch einige Wochen, bis zu Heilung seines Beines hier verbringen. Und er hat so Gelegenheit, mit sich und seiner Buße ins Reine zu kommen. (NilsReddig)

Samstag Nacht

Was Wladimir erlebt: Wladimir leitet die Untersuchung zum Mord an Remigius. Ein Gespräch mit Prior, Sub- Prior und Mutter Oberin ist wenig ergiebig, bringt es doch nur neue Verdächtige auf den Plan. Wie gerne würde Wladimir die erprobten Methoden der Balinski Wahrheitsfindung einsetzen, alleine wer kann hier schon mit der peinlichen Berfagung betraut werden und wem kann man trauen? Der Prior verstrickt sich in Widersprüche und Halbwahrheiten, der Apothecarius scheint auch nicht ohne Schuld. Die Frage wie dem Abt das Blei zugefügt wurde ist nicht zu klären. Während der Untersuchung in der Apotheke schläft der Prior plötzlich und unerwartet ein und kann erst nicht geweckt werden. Selbst heftigstes stossen mit einem Stock bringt ihn erst nach langer Zeit wieder zu sich. Die Untersuchung wird fortgeführt und plötzlich erfolgt ein Geständnis des Priors. Es seit notwendig gewesen den Abt zu richten weil dieser sich gegen das 2. und 3. Manifest vergangen habe. Dies sei dann eine Tat die es rechtfertige sich gegen das 6. Manifest zu vergehen. Das er dies nicht selber getan habe sondern sich eines unschuldigen Werkzeuges bediente und damit auch das 5. Manifest brach ist ihm nicht bewusst gewesen, er wirkt aber entsprechend erschreckt als dies erwähnt wird. Wladimir beschliesst das dies keine Angelegenheit weltlicher Rechtsprechung sein kann. Er beendet die Untersuchung und verläßt die Klosstergemeinschaft damit diese sich berät was mit dem Verbrecher geschehen soll. Einige Mönche haben wohl das System der Teilung der Rechtsfindung nicht verstanden. Leider trifft die wohl auch auf einen Attachee des Herrn Markgrafen und auf Herrn von Falkenhayn zu, die Wladimir deswegen Vorhaltungen machen: Wladimir ist recht kurz angebunden und lässt diese Leute, die ihm hier nichts zu sagen haben, deshalb einfach stehen. Ein zufällig anreisender Bruder des Bannkreuzerordens, Pater Ubertin, ergibt für Wladimir die Gelegenheit über alles nochmals zu sprechen und zu erkennen, das seine Pilgerfahrt wohl erfolgreich beendet wurde weil er gefunden hat wonach er suchte. Nach Wahl eines neuen Abtes wird Wladimir deshalb nach Balinskij zurückkehren um sich dort wieder der nächsten Wahl zum Bürgermeister zu stellen. (FredSchwohl)


Siehe auch: Das Fürstentum Oschenheim
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