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LarpMeinung: Menschen Anführen im Larp

Es ist im normalen Leben immer wieder eine Herausforderung, eine Gruppe von Menschen zu führen. Sei es in militärischer Hinsicht oder in ziviler. Viele Larper versagen daran. Nicht unbedingt (aber leider auch nicht selten), weil sie unfähig wären, sondern weil ihnen die besonderen Umstände des Live-Rollenspiels nicht bewußt sind.

Was bedeutet es denn, im Larp Menschen anzuführen?

  • Sie effektiv in die Schlacht zu führen?
  • Sie für sich arbeiten lassen?

Ich denke, das reicht nicht!

Das Wichtigste überhaupt ist, dafür zu sorgen, daß die Spieler der eigenen Untergebenen Spaß haben. Man ist für sie verantwortlich. Dies wird oft vergessen und der Anführer nutzt seine Rolle nur aus, um wichtig zu sein. Wenn man dafür sorgt, daß die eigenen Untergebenen Spaß haben, folgen sie einem überall hin und machen auch unbequeme Dinge für ihren Anführer.

Untergebene brauchen Beschäftigung!
Sie wollen nicht nutzlos rumstehen. Die Grundvoraussetzung, einem Anführer untergeordnet zu sein und ihm gehorchen zu wollen, erfüllen sie meist schon, sonst hätten sie sich eine andere Rolle ausgesucht. Aber es gibt nichts Frustrierenderes, als einen Knecht/Diener/Magd/Abwischer zu spielen und der Herr sitzt nur lustlos da und macht nichts, oder (das andere Extrem) er macht die Arbeit, die eigentlich der Diener machen sollte/wollte. Beschäftigung heißt aber nicht gleich harte, körperliche Arbeit. Allein schon Botengänge oder ein "Krieg mal raus, was die Gruppe XY 3 Zelte weiter vorhat" sind schon ein guter Anfang.

Halte deine Untergebenen informiert!
Untergebene hängen rollenbedingt meist sehr am Anführer und sind auf ihn angewiesen, wenn sie was vom großen Plot mitbekommen wollen. Sich selber drum kümmern ist für sie nicht rollengerecht und so hocken sie rum und wissen nicht, was grad abgeht. Das wirkt sich nicht sonderlich förderlich auf die Motivation aus. Man muß ihnen sagen, was gerade passiert, am Brennpunkt bleiben und sich die Diskussionen von Lagerräten (oder Äquivalente, die es irgendwie auf jedem Con gibt) anhören, auch wenn sie einen überhaupt nicht interessieren.

Rede mit deinen Untergebenen!
Immer wieder mal. Zeige ihnen, daß du sich um sie kümmerst. Spar auch nicht mit Lob und Kritik. Sie werden sich freuen, dass sie angespielt werden und Teil einer Gruppe sind.

Schütze deine Untergebenen!
Der Anführer ist immer der Depp, der dafür verantwortlich ist, wenn einem seiner Leute was passiert. Sorge dafür, daß dies eben nicht geschieht. Natürlich muss man mal Leute auf ein Himmelfahrtskommando schicken (meist Freiwillige) oder im Kampf fallen Leute. Aber das sind dann meist auch kämpferische Charaktere, die darauf eingestellt sind. Anders sieht es bei zivilen Untergebenen aus. Knechte, Küchenmägde, etc. Diesen Charakteren gegenüber hat man eine Beschützerpflicht. Gerade wenn man einen Ritter oder anderen Adligen darstellt, spielt das eine große Rolle.
Klemme dich auch dahinter, falls einer deiner Untergebenen entführt wird. Zeige, dass es einer deiner Leute ist und du dir Sorgen machst.

--DimoM, 14.10.2003; Ergänzungen und leichte Korrekturen DimoM, 8.12.2003

Manchmal ist es für den "Anführer" auch angebracht, seine Untergebenen spüren zu lassen, dass er auf sie angewiesen ist. Eine kleine selbstironische Geste kann da manchmal Wunder wirken. Man denke dabei an einen Fürsten, der in dem Vorratszelt steht und sich die Nahrungsmittel betrachtet, die in dutzenden Körben stehen, und dann denkt: "Wo ist nur die Köchin? Wovon sollen Wir uns denn ernähren, solange sie weg ist? Wir werden elendig verhungern!" -- PatrickC


Siehe auch: ../MilitärSpielen, ../DienerSpielen, ../KönigSpielen


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