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LarpWiki: ConArten/Hofhaltung

Hofhaltung

Ein Spiel, bei dem der Hofstaat eines Adligen dargestellt wird. Häufig als Empfang, Ball oder sonstiges Fest ausgeführt, gelegentlich auch als Diplomatentreffen. Oft reines AmbienteCon mit "Gewandungsdisco" (also eine reine Tanzveranstaltung mit - zumeist - Renaissancetänzen), seltener auch als Spiel um höfische Intrigen.

Was macht eine gute Hofhaltung aus?

Angeregt durch eine Diskussion im Allianz-Chat habe ich mal versucht zusammenzufassen was meiner Meinung nach notwendig und hilfreich ist um eine gute Basis für eine Hofhaltung zu legen:

  • eine Location die ausreichend Räumlichkeiten hat Es gibt nichts schlimmeres als wenn außer dem Festsaal nur die eigenen Zimmer vorhanden sind, es sollten wenn möglich noch mehrere andere Räume vorhanden sein, als Aufenthalts-, Besprechungs-, Veranstaltungsraum oder um ihn angereisten Delegationen für ihr Spiel zur Verfügung zu stellen

  • einen vorhandenen Hofstaat: Der über den Gastgeber hinausgeht, hierfür braucht man keinen echten Hofstaat, aber zumindest die wichtigsten Rollen sollten besetzt sein. Hierbei kann man auch ganz gut gewisse Orgatechnische Aufgaben auf gewisse Rollen und ihre gespielte Zuständigkeit übertragen:

    • Herold, der sich auch wirklich mit den Titeln und Namen der anwesenden Gästen auskennt. Zuständig für den Empfang und die Kommunikation mit den Gästen.
    • Haushofmeister, der für die Verteilung der Räume und die Organisation des Hofes zuständig ist, kümmert sich auch um die Koordination der Dienerschaft
    • Kellermeister, ist zuständig für die Verpflegung und eine eventuelle Taverne
    • Tanzmeister, organisiert den Ball und entsprechende Trainings
    • Hofmagus/Burgpriester etc.
    • Marschall / erster Ritter, etc.
  • Beschäftigungsmöglichkeiten für verschiedene Leute: Das fängt mit vorhandenen Brettspielen an und geht bis zu unterschiedlichen Events die man freiwillig annehmen kann, hierbei sind nicht die wirklich großen verbindlichen Programmpunkte(Ball, Bankett, Empfang) gemeint:

    • Ausbildung oder Vorträge für Knappen und Zofen
    • allgemeine Vorträge über interessante Themen je nach Spielhintergrund
    • Bogenschießen oder Speerwerfen für die Ritter
    • wissenschaftliche Vorträge, z.B. über Waffentechnik, Medizin oder Magie für die Gelehrten
    • Spiele wie Boule, Cricket oder Kubb für alle
    • Tanztraining, für die weniger geübten Tänzer als Vorbereitung für den Ball
  • vorhandene Dienerschaft: Das müssen keine hunderte sein und im Idealfall bringen die Gäste eigene Bedienstete mit, trotzdem sollten eigene Diener vorhanden sein. Was hier wichtig ist, dass die Diener Rollen haben und nicht nur über ihre Arbeit definiert werden. Im Idealfall schafft man Strukturen die selbst beim vorbereiten und bedienen Spiel untereinandner und mit dem Hofstaat ermöglichen.

  • Infrastruktur: Da ein Larp meist nur 2-3 Tage geht hat man meist wenig Zeit, sehr hilfreich ist dann eine gewisse vorher bekannte Infrastruktur.

    • Eine Liste mit den anwesenden hohen Adligen und ihrem vollen Namen
    • ein Sitzplan für die Dienerschaft
    • ein Programmplan auf jedem Zimmer
    • ggf. eine gute Abstimmung zwischen der Küche und dem Servierpersonal über Menüfolge, Art der einzelnen Speisen und Serviermodus, damit die Zusammenstellung der Gedecke geplant werden kann (bzw. das Geschirr zu den Speisen paßt) und man sich gegenseitig nicht im Weg steht.

Literatur

  • Massimo Troiano:

    • Die Münchner Fürstenhochzeit von 1568

  • Roy Strong:

    • Feste der Renaissance 1450-1650

  • Guy Gavriel Kay:

    • A Song for Arbonne

    • 0451458974 (engl.):

    • 3-453-10841-8:

    • Low-Level-Fantasy in einer fiktiven Version Frankreichs zur Zeit der Troubardoure:
  • Moraw, Peter:

    • Die Hoffeste Kaiser Friedrich Barbarossas von 1184 und 1188

    • in Das Fest, Kulturgeschichte von d. Antike bis zur Gegenwart, Hrsg. Uwe Schulz, München 1988.:

    • 340633363X:

  • Wolter, Heinz:

    • Der Mainzer Hoftag von 1184 als politisches Fest

    • in Feste und Feiern im Mittelalter, Hrsg. Detlef Altenburg, Sigmaringen 1991.:

    • 3799554025:

TobiasSeybold, RalfHüls


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