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Meinung: Für Schwarz

Zunächst mal: Schwarz ist cool!

Schwarz ist eine Universalfarbe, man kann es mit fast allem kombinieren. Das hat den Vorteil, dass sie vor allem für NSC-Gewandungen sinnvoll ist, zudem kann man natürlich gut den dunklen Charakter darstellen. Auch als Spieler lässt sich Schwarz schön in Gewandungen einarbeiten. Verzichten sollte man auf einen gänzlichen schwarz gekleideten Charakter. Wenn du einen Ninja/Assassinen darstellen willst, solltest du dir vorher darüber im Klaren sein, dass dieses vermeindlich coole Konzept durchaus seine Stolperfallen- und Steine hat. Wenn du Anfänger bist, ist Schwarz jedoch erstmal keine schlechte Wahl. So lange man noch nicht so genau weiß, was man darstellen will, ist es besser, in eine Farbe zu investieren, die man zu allem tragen kann. Das heißt nicht, dass eine rote Tunika oder ein grüner Hut nicht sein dürfen. Aber wenn man viel Geld rausschmeißt, um dann festzustellen, dass die so hübsch verzierte Brokaweste gar nicht zum Konzept des fahrenden Sängers passt, dann ist das doch schade. Selbst wenn du vorhast, Schwarz wegen des Coolness-Faktors zu tragen, ist nichts Schlimmes an der Farbe dran. Sobald du an einem Charakterkonzept überlegst, solltest du aber auch daran überlegen, welche Farben denn am besten zusammenpassen.

Schwarz ist die absolut perfekte Farbe für Kleidung & Accessoire , wenn man ein Mitglied der Assassinengilde Ank-Morporks (Scheibenwelt) darstellt.

Schwarz ist neutral, mit den meisten Farben kombinierbar und kann auch prima "drunter" getragen werden.

Schwarz unterstützt einen "dunklen" Stil - für Spielercharaktere wie NSC gleichermaßen.

Auf Schwarz sind kleine Verschmutzungen nicht so gut sichtbar.

Schatten werden "geschluckt"; Falten fallen nicht auf, deswegen macht Schwarz optisch schlank.

Schwarz an Einzelteilen ist unauffällig und meist auch neutral. Für Schnallen, Schnüre und andere Kleinigkeiten, die einerseits nicht OT, aber andererseits auch nicht "authentisch" sind, bietet sich Schwarz an. Es wird nicht so schnell als "im Spiel" wahrgenommen.

Eine schwarze Jeans kann (s.o.) durchaus als Teil einer "Ich schnupper zum ersten Mal bei LARP rein"-Gewandung zum Einsatz kommen. Und obwohl hier eigentlich nur Argumente FÜR Swcharz stehen sollten: Als Oberbekleidung zur schwarzen Jeans sollte dann möglichst eine Tunika oder ein Hemd in einer schönen Kontrastfarbe (nicht weiß) getragen werden.

Für NSCs ist Schwarzes schlicht die Allround-Kleidung. Schwarze Gewandungshemden, Gugeln oder normale T-Shirts, Strumpfhosen, Longsleeves dienen als Grundlage für Untote, Dämonen und sonstige Prügel-NSCs. In der uniformen Horde gehen die Kleidungsstücke an sich unter. Die Spieler nehmen dann meist nur noch die geschminkten Gesichter sowie Waffen und Rüstungen wahr.

Schwarz wirkt gewichtig, seriös und sogar imposant, wenn ein hochwertiger Stoff (keine billige Baumwolle) verwendet wird und es ggfs. mit goldener oder silberner Borte kombiniert wird. Für einen Magistrat, einen reichen Händler, Bürgermeister, Richter oder Magier bietet sich ein Doublet, ein Surcot oder eine Robe in Schwarz, die reich mit Borte verziert ist, an. Schwarz als Adelsgewandung wäre für eine bestimmte Epoche und eine bestimmte soziale Gruppe sogar authentisch.
Schwarz war vor allem bei dem protestantischen und anglikanischen Adel beliebt, um bewusst dezent, aber dennoch nobel zu sein.

Im ausgehenden Mittelalter eroberte sich Schwarz, ausgehend von Burgund, einen Platz in der höfischen Mode und war auch in der spanischen Hofmode der Renaissance die vorherrschende Modefarbe. Somit wurde es durchaus vom Hochadel getragen. Je nach Stoff und Ton war Schwarz zudem schwer und aufwändig zu färben, was es wiederum teuer macht. Im ausgenden 16. Jahrundert wurden dann auch geschwärzte Rüstung üblich, vorrangig allerdings Feldharnische mittlerer und niederer Qualität.

Mit dem Buch "Ivanhoe, der schwarze Ritter" existiert auch ein literarisches Heldenvorbild; jener Ivanhoe tritt in einer wichtigen Schlüsselszene anonym und in einer komplett schwarzen Rüstung auf.

Ein ungeschriebenes Gesetz unserer westlichen Gesellschaft besagt, dass Männerkleidung bei offiziellen Anlässen schwarz ist. Der schwarze Anzug ist daher die offizielle Standard-Garderobe für den Mann und wird dementsprechend von Politikern, Wirtschaftsvertretern etc. bei öffentlichen Anlässen getragen. Bei einigen nicht handwerklich arbeitenden Berufsgruppen gilt der (schwarze) Anzug auch als normale Arbeitskleidung. Solche Konventionen wirken natürlich auch im LARP weiter und "veredeln" die Farbe schwarz auch psychologisch.

Beispiele für schwarze Kostüme

Autoren: Rufus, Einhard, TobiasCronert, ChristianK, DutchVanLeuwen, Martin Rundfeldt, Kalma von Kuolema, RalfHüls


Siehe auch: Gegen Schwarz
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Kategorie/Meinung